Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Nun sind auch die Weisstannen bedroht abspielen. Laufzeit 04:30 Minuten.
04:30 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 06.06.2019.
Inhalt

Solothurner Wald «Noch drei solche Sommer, und dann gibt's keine Weisstannen mehr»

Thomas Studer strahlt. «Es regnet Gold», ruft der Revierförster vom Leberberg, als es am Donnerstag zu regnen beginnt. Wald Schweiz, der Verband der Waldbesitzer, hat Journalisten zu einem Spaziergang in Studers Wald eingeladen, ins solothurnische Bettlach.

Wasser ist für Thomas Studer derzeit genau so wertvoll wie Gold. Sein Wald hat nämlich in den letzten Monaten viel zu wenig davon erhalten. Mit Folgen: Vor allem die Weisstannen verdursten. Im Wald von Bettlach haben der Förster und seine Mannen bereits 30 Prozent der Weisstannen fällen müssen.

gefällter Baum
Legende: SRF

Zwar hat Förster Studer eine Erklärung, weshalb es die Weisstannen trifft: sie brauchen mehr Wasser als andere Bäume. Trotzdem sind die Fachleute überrascht. Damit habe man nicht gerechnet, sagt der Solothurner Kantonsoberförster Roland Manser. Weil die Weisstanne ein Tief-Wurzler sei, habe man eigentlich grosse Hoffnungen gehabt, dass sie mit dem Klimawandel gut zurecht komme.

«Noch zwei, drei solche Sommer, und dann wird es hier nur noch vereinzelte Weisstannen haben»
Autor: Thomas StuderRevierförster Leberberg

Über 1000 grosse Bäume wurden im Bettlacher Wald im Winter und Frühling bereits gefällt. Allerdings: In der ganzen Schweiz und auch in Europa wird derzeit mehr Holz gefällt, als verarbeitet werden kann. Die Holzschwemme drückt den Preis. Wirtschaftlich gesehen müsste Revierförster Thomas Studer die Weisstannen also stehen lassen. Doch das geht aus Sicherheitsgründen nicht – ein Dilemma. Und weil die Bettlacher das Holz nicht verkaufen können, stapelt es sich nun am Wegrand.

Mann vor hoher Holzbeige.
Legende: SRF

Die Lage ist ungemütlich für Förster und Waldbesitzer. Sie könnte aber bald noch ungemütlicher werden. Wird der Sommer wieder so heiss und trocken wie letztes Jahr, könnte sich der Borkenkäfer explosionsartig vermehren, warnt Wald Schweiz. Auch deshalb hofft Revierförster Studer auf Regen: «Wir sind um jeden Tropfen froh. Von mir aus darf es tagelang regnen.»

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    So wie damals in den 70iger-Jahren das "Waldsterben" zum Horror-Szenario gemacht wurde, geht es nun nach 2 heissen und trockenen Sommer mit den Weisstannen! Dem Schweizer Wald geht es übrigens heute bestens (Noch etwas: Oft sind die Grünstreifen zwischen den Auiobahnspuren viel grüner, als mancher Privat-Garten in einem ländlichen Dorf!)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen