SP fordert Solothurner FDP-Stadtpräsident Kurt Fluri heraus

Wenn im Sommer 2017 die Stadtsolothurner Bürger einen neuen Präsidenten wählen, dann soll ein SP-Mann oder eine SP-Frau mit am Start sein. Das wünscht sich die Parteileitung der städtischen SP und kündigt eine Kandidatur an.

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Bildlegende: Kurt Fluri erhält Gegenwind. Die SP will ihm seinen Sitz streitig machen. Keystone

Bei den Stadtpräsidentenwahlen im Sommer 2017 tritt neben dem bisherigen Kurt Fluri (FDP) auch eine SP-Kandidatin oder ein SP-Kandidat an. Das hat die Parteileitung der Stadtsolothurner SP entschieden.

SP will frischen Wind

24 Jahre seien genug, «das ist fast ein Viertel Jahrhundert», findet Claudio Marrari. Er ist der Präsident der Stadtsolothurner SP. Es brauche jetzt einen frischen Wind. Bei Fluri sei ausserdem «fehlender Innovationswille» spürbar, findet Marrari.

Die SP habe einen verkehrsfreien Klosterplatz gefordert, ebenso die Förderung von Elektromobilität. Beides habe Fluri nicht unterstützt, letzteres sei im Gemeinderat aber dann doch durch gekommen.

Wer kandidiert für die SP?

Wen die SP ins Rennen schicken will, ist noch offen. Es gebe fähige Kandidaten, mehr will Marrari aber noch nicht sagen. Zudem habe die Parteibasis das letzte Wort an der Parteiversammlung vom 14. September.

Aber: «Wenn die SP gegen Kurt Fluri antritt, dann machen wir das mit jemandem, der das kann. Es wird keine ‹Verlegenheitslösung› geben», hält Marrari im Interview mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn fest.

Kurt Fluri tritt ein weiteres Mal an

Kurt Fluri hatte Mitte Juli bekannt gegeben, dass er bei den Wahlen 2017 nochmals antreten werde. Es sei ihm bewusst, dass seine Amtsdauer von 24 Jahren im heutigen Umfeld «bereits sehr lange ist», teilte Kurt Fluri mit.

Fluri entschloss sich nach eigenen Angaben auf Wunsch von Vorstand und Fraktion der FDP der Stadt dazu, für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung zu stehen. «Die Arbeit für die Stadt, auch im Kontext mit meinen weiteren Mandaten, fasziniert und motiviert mich wie am ersten Arbeitstag», schreibt er.