Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Wieviel Geld spart man wirklich mit einer Privatisierung der Spitex? abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 03.04.2019.
Inhalt

Spitex Aarburg-Oftringen Erfolgsgeschichte Privatisierung: Wirklich?

  • Vor einem Jahr verabschiedete sich die Gemeinde Aarburg aus der öffentlichen Spitex und vergab stattdessen einen Leistungsauftrag an eine private Spitex-Organisation. Damit wollte die Gemeinde Geld sparen.
  • Nun zeigt sich, dass man mit der Spitex-Privatisierung noch mehr Geld gespart hat, als geplant, wie die Gemeinde mitteilt.
  • Allerdings gibt es Kritik an der Art, wie die Gemeinde die Kosten berechnet, heisst es aus Spitex-Kreisen. Aarburg habe Leistungen einfach abgebaut bzw. deren Finanzierung an die Kunden, die Krankenkassen oder andere öffentliche Stellen ausgelagert.

Die Zahlen sehen eindrücklich aus: Zusammen mit dem Rechnungsabschluss präsentiert Aarburg eine Auflistung der Spitex-Kosten aus dem Jahr 2018 und vergleicht diese mit umliegenden Gemeinden. Die klare Botschaft: Mit der Privatisierung der Spitex habe Aarburg viel Geld gespart. So habe man pro Einwohner nur gerade 22.90 CHF für die Spitex ausgegeben, während Zofingen 30.95 CHF und Rothrist sogar 52.70 CHF ausgegeben haben.

Die Privatisierung sei also ein voller Erfolg gewesen, betont die Gemeinde in ihrer Mitteilung. Diese Interpretation stöss allerdings auf Kritik. Beim Aargauer Spitex-Verband heisst es auf Anfrage, die reduzierten Spitex-Kosten hätten wesentlich mit reduzierter Leistung zu tun. So erbringe die private Spitex in Aarburg keine hauswirtschaftlichen Dienste mehr, welche zuvor von der öffentlichen Spitex noch erbracht wurden.

Die hauswirtschaftlichen Leistungen würden natürlich weiterhin benötigt und auch erbracht, heisst es beim Spitex-Verband. Nur die Kosten liefen nun nicht mehr über die Gemeinde. Stattdessen müssen die Patientinnen und Patienten die Kosten selber bezahlen, sofern sie keine entsprechende Zusatzversicherung bei der Krankenkasse haben.

Je nachdem werden die hauswirtschaftlichen Dienste so auch über Ergänzungsleistungen finanziert. Aarburg habe somit nicht Geld gespart, wie die Gemeinde das darstellt, sondern die Kosten von der Gemeinde zum Kanton bzw. zum Bund verschoben.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Borer  (Adrian Borer)
    Ein Kostenvergleich mit anderen Gemeinden ist erst möglich, wenn die neue regionale Spitexorganisation in den übrigen Gemeinden der Region gestartet ist und erste Zahlen vorliegen. Dann können wir hoffentlich Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Die regionale Spitex sollte also sicherstellen, dass die Kosten sehr transparent aufgeschlüsselt werden können.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen