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Spritzmittel zerstört Weintrauben
Aus Schweiz aktuell vom 08.09.2015.
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Aargau Solothurn Spritzmittel zerstört Wettinger Weintrauben

Ein Jahr nach den Ernteausfällen aufgrund der Kirschessigfliege kündigt sich bei den Weinbauern die nächste Krise an. Ein Spritzmittel der Firma Bayer soll zu massiven Wachstumsstörungen bei den Trauben führen. So auch am Rebberg Wettingen im Aargau. Ein Problem zu viel für die Winzer dort.

Dank dem warmen und sonnigen Sommer versprechen sich die Weinbauern 2015 einen Spitzenjahrgang. Doch vielen Winzern ist das Lachen mittlerweile vergangen. Ein Jahr, nachdem die Kirschessigfliege europaweit für massive Ernteausfälle sorgte, droht eine nächste Krise.

Schuld ist – laut den Weinbauern – ein Spritzmittel der Firma Bayer. Viele Winzer haben ihre Reben mit dem Fungizid besprüht und beklagen jetzt starke Wachstumsstörungen und Missbildungen bei den Trauben. Die Ertragseinbussen seien zum Teil gravierend.

Ertragsausfälle bis zu 50 Prozent?

So auch am Rebberg Wettingen: «Das tut schon sehr weh! Letztes Jahr hatten wir die Probleme mit der Kirschessigfliege und jetzt haben wir schon wieder ein Problem, für das uns keine Schuld trifft», sagt Winzer Paul Steimer gegenüber «Schweiz aktuell». Er rechnet mit Ertragsausfällen bei seinen Reben zwischen 30 und 50 Prozent.

Bei den Wettinger Weinbauern sitzt der Frust besonders tief. Denn die Winzer am 15 Hektaren grossen Rebberg im Kanton Aargau beklagen seit Jahren sowieso schon sinkende Verkaufszahlen. Die Konkurrenz sei halt riesig, erklärt der Präsident der Weinbaugenossenschaft Wettingen, Roland Michel.

Eine Kiste mit Weintrauben in einem Rebberg
Legende: Ernteausfälle wegen Fungizid? Wettinger Weinbauern beklagen sich über ein Spritzmittel. Keystone (Symbolbild)

Wettinger Wein ist sowieso nicht sehr gefragt

«Wettingen ist zwar eines der ältesten Rebbaudörfer der Schweiz, doch uns kennt man hauptsächlich nur in der Region. Und jetzt kommt noch dieses Problem mit dem Fungizid dazu – das macht das Ganze noch schwieriger», meint er.

Die Firma Bayer hat auf Anfrage von «Schweiz aktuell» bestätigt, dass sie das besagte Spritzmittel vorläufig nicht mehr empfehlen. Es seien interne Tests am Laufen, um die genaue Ursache für die Wachstumsstörungen bei den Trauben zu eruieren. Ob die Winzer für ihre Ausfälle entschädigt werden, ist noch offen.

(Schweiz aktuell, 19:00 Uhr)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wer will denn schon einen Giftmix trinken. Viele Winzer probieren es mit natürlichen Mitteln. Aus Schaden wird man klug. Ein Umdenken wäre eigentlich bitter nötig.