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Ist ein Ja für das Fussballstadion jetzt auch wirklich das Ende der Geschichte?
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 24.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:57 Minuten.
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Stadion Torfeld Süd Aarauer wollen das umkämpfte Fussballstadion mit den Hochhäusern

Teiländerung Bau- und Nutzungsplanung

Aarau: Teiländerung Nutzungsplanung Torfeld Süd, Stadion 2017

  • JA

    60.9%

    5'038 Stimmen

  • NEIN

    39.1%

    3'234 Stimmen

Fussballstadion Krediterteilung

Aarau: Kredit von 17 Mio. Franken für die direkte oder indirekte Beteiligung der Einwohnergemeinde Aarau am Kauf eines Fussballstadions

  • JA

    60.0%

    4'989 Stimmen

  • NEIN

    40.0%

    3'323 Stimmen

  • Das geplante Fussballstadion «Torfeld Süd» als Ersatz für das veraltete «Brügglifeld» in Aarau hat die letzte politische Hürde genommen.
  • Das Aarauer Stimmvolk hat die notwendige Planungsänderung und einen 17 Millionen-Franken-Kredit bewilligt.
  • Die neue Bau- und Nutzungsordnung wurde mit 5038 Ja-Stimmen zu 3234 Nein-Stimmen angenommen. Der Baukredit wurde mit 4989 Ja-Stimmen zu 3323 Nein-Stimmen ebenfalls angenommen.
  • Stadtrat, FC Aarau und Bauherrin zeigen sich sehr erfreut. Die Gegner des Stadions allerdings haben bereits weiteren Widerstand angekündigt.

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Legende: SRF

Das Stimmvolk der Stadt Aarau hat erneut über das geplante Fussball-Stadion im Gebiet Torfeld Süd entschieden. Dabei ging es zum einen um die baurechtliche Bewilligung des Projektes (Bau- und Nutzungsordnung), zum anderen um die finanzielle Beteiligung der Stadt am Bauprojekt. Beides wurde angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 59,5 Prozent.

Portraits
Legende: Die Aarauer Stadträte Hanspeter Thür, Hanspeter Hilfiker und Daniel Siegenthaler sprechen von einem Freudentag. SRF

Der Aarauer Stadtrat spricht von einem Freudentag. Der fürs Stadionprojekt zuständige Stadrat Hanspeter Thür reagiert erleichtert: «Die Nervosität war da. Wir wussten nicht, wie es herauskommt. Die Deutlichkeit der Ja-Stimmen überrascht mich etwas», so Stadtrat Thür im Interview mit SRF.

Die Nervosität war da, wir sind erleichtert.
Autor: Hanspeter ThürStadtrat Aarau

Thür und der FC Aarau, der im neuen Stadion spielen möchte, hoffen, dass der Ball erstmals in der Saison 2024/2025 im neuen Stadion rollt. Der Stadtrat sei zuversichtlich, dass weitere Beschwerden der Gegner vor Gericht abblitzen weren, ähnlich wie beim ersten Projekt auch, so Thür gegenüber SRF weiter.

Gegner wollen weiter kämpfen

Die Gegner des Stadions haben gegenüber SRF bereits Widerstand gegen das Projekt angekündigt. Albert Rüetschi vom Quartierverein Torfeld Süd bestätigt: «Wir werden uns weiterhin für die Rechte der Anwohner einsetzen. Ein 75 Meter hoher Turm im Quartier, das würde wohl noch viele stören», begründet Rüetschi im Interview.

Portrait
Legende: Albert Rüetschi vom Verein Torfeld Süd will weiter gegen die hohen Wohntürme kämpfen. SRF

Die Bauherrin des Stadions, die Firma HRS, wiederum zeigt sich in einem Statement sehr erfreut. «Damit haben die Aarauerinnen und Aarauer ein starkes Signal ausgesendet: Auf der Industriebrache Torfeld Süd kann jetzt ein modernes Stadion gebaut werden», freut sich Martin Kull CEO der HRS Real Estate AG.

Wann steht das Stadion?

Die letzte politische Hürde ist also genommen. Bis zum Bau des Stadions dürften wegen möglicher Rechtsstreitigkeiten aber noch mehrere Jahre vergehen. Die Befürworter sprechen von einer Frage der Zeit, bis das Stadion gebaut werde. Die Gegner hingegen finden, das Projekt sei in dieser Form fehlerhaft aufgegleist und werde nie realisiert.

Das Aarauer Stadionprojekt im Wandel der Zeit

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Visualisierung des neuen Stadions an einem Fussballspiel
Legende:zvg/HRS Real Estate/Visualisierung: Nightnurse Images GmbH
  • Das geplante Fussballstadion beschäftigt Aarau schon lange. Ebenso der Widerstand dagegen. Das erste Projekt im Gebiet Torfeld Süd geht ins Jahr 2007 zurück.
  • Zuerst war geplant, dass ein Einkaufszentrum im Stadion (Mantelnutzung) das Stadion querfinanziert. Inzwischen hat sich das Einkaufsverhalten der Schweizer verändert. Das Projekt wurde neu aufgegleist.
  • Neu geplant sind vier unterschiedlich Hochhäuser mit 600 Wohnungen. Sie sind zwischen 57 und 75 Meter hoch. Ohne Hochhäuser, die das Stadion querfinanzieren, gibt es kein neues Stadion, sagt die Bauherrin HRS.
  • Der FC Aarau spielt weiterhin im altehrwürdigen Stadion Brügglifeld, mitten im Wohnquartier. Die Swiss Football League macht für die Challenge-League-Spiele weiterhin Auflagen, die erfüllt werden müssen. Mit der Aussicht auf ein neues Stadion drückt die Liga aber auch immer wieder ein Auge zu.
  • «Wir können noch bis 2035 spielen, wir können das Brügglifeldstadion aufrüsten und in der Challenge League spielen», erklärte Roger Geissberger, Vize-Präsident der FC Aarau AG, anfang 2019.
  • Gegen alle bisherigen und das aktuelle Projekt gibt es Einsprachen von Anwohnerinnen und Anwohnern.
  • Der Einwohnerrat (Parlament) der Stadt Aarau hat das aktuelle Projekt und die Beteiligung der Stadt im August 2019 genehmigt.
Visualisierung Eingang Stadion und Hochhäuser
Legende: Befürworter sehen das Fussballstadion Torfeld Süd als Städtebauprojekt, nicht nur als ein Stadion. zvg/HRS Real Estate/Visualisierung: Nightnurse Images GmbH
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14 Kommentare

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  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Fussball ist ein Kulturgut. Und einer der ältesten Mannschaftssportarten.
    Um Fussball auszuüben braucht es nun mal Stadien. Gerade für Städte ist so ein Fussball Club ein Aushängeschild.
    Ich gebe oft ins Stade de Suisse bzw. Ins Wankdorfstadion YB schauen.
    Das ist ein richtiger Event. da kommen Familien mit ihren kleinen Kinder. An den Kids Days sind manchmal mehr als 6000 Kinder im Stadion.
    Deshalb finde ich auch die Region Aargau hat ein modernes Stadion verdient.
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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Gebi)
    Ich bin wütend. Wie in Zürich, wollen einige wenige Undemokraten aus egoistischen Motiven eine Volksentscheid sabotieren. Man kann das Projekt übertrieben oder unnötig finden, aber die Aarauer wollen es, also soll es auch so schnell als möglich realisiert werden.
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  • Kommentar von U. Salzmann  (pfefferusalz)
    Total übertrieben so ein Projekt für einen unterklassigen Verein!
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Ist doch gut, so kann sich GC fühlen wie sie in der Super League spielen würden und vielleicht haben bald die 1. Liga Clubs das Glück in einem solchen tollen Stadion spielen zu dürfen, Ich finde es gut wenn der Kanton so Reich ist um sich solchen Uneigennützigen Luxus leisten zu können.
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