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Rheinfelden und seine neue City-Managerin.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 20.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:30 Minuten.
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Stadt Rheinfelden City-Managerin soll Altstadt vor dem Aussterben retten

  • Seit Anfang Jahr ist in Rheinfelden eine City-Managerin dafür verantwortlich, die Altstadt wiederzubeleben.
  • Hauptaufgabe sei es, die Leerstände zu vermindern und wieder mehr Menschen anzulocken.
  • Solothurn überlegte sich die Einführung eines City Managers ebenfalls. Fand die Idee aber nicht zielführend.

Die Ladenlandschaft in den Städten hat sich geändert. Die Menschen kaufen online oder in grossen Einkaufszentren ein. Und ziehen nicht mehr in der Altstadt von Laden zu Laden. In der Grenzstadt Rheinfelden gehen zudem viele Menschen ins günstigere Deutschland oder ins grössere Basel zum Einkaufen. Die Läden in der Altstadt haben immer mehr Mühe zu überleben.

City-Managerin soll Altstadt retten

Seit Anfang Jahr hat Rheinfelden nun eine City-Managerin. Sie will die Leerstände der Gebäude verringern und den Menschen die Altstadt näherbringen. «Eine Altstadt hat ein ganz spezielles Ambiente, es ist nicht nur Einkaufen, sondern Erleben», beschreibt Sarina Pensa die Vorzüge.

Das Problem leerer Gebäude und grosser Fluktuation der Läden in der Altstadt kennt auch die Stadt Solothurn. Sie hat sich aber bewusst gegen einen City-Manager entschieden. Die Entwicklung der Altstadt sei viel zu komplex, als dass dies eine Person alleine regeln könne. Zudem verfüge ein City-Manager nicht über politische Entscheidungskompetenzen, da die strategische Planung der Politik obliege.

Solothurn sieht keinen Nutzen

«Das Wichtigste sind gute Rahmenbedingungen», ist Stadtpräsident Kurt Fluri überzeugt. Viele Parkplätze, viele Restaurants und eine gute Kommunikation zwischen Gewerbe und Stadt. Dies habe bisher gereicht, um die Solothurner Altstadt attraktiv zu behalten. In Rheinfelden reicht dies nun anscheinend nicht mehr aus.

«Es ist so viel Arbeit, dass es eine Person braucht, die sich praktisch ausschliesslich mit der Verbesserung der Ladensituation in der Altstadt befasst», rechtfertigt die Rheinfelder City-Managerin ihren Job. «Die grösste Sorge der Rheinfelder ist das Aussterben der Altstadt», beschreibt Stadtpräsident Franco Mazzi das Ergebnis einer Bevölkerungsumfrage. Deshalb habe die Stadt gehandelt und die Stelle der City-Managerin geschaffen. Die Altstädte stehen so oder so weiterhin vor grossen Herausforderungen, egal ob mit oder ohne City-Manager.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Liebe City-Managerin
    Bitte aber nicht noch mehr Coiffeur-Salons! Ich wünsche viel Erfolg in diesem schweren Metier.
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Vor lauter Entrepreneuse-Euphorie, weder Städte noch Staaten sind Startups, sondern lebende Gefüge, die reale Menschen und Mitwelt voraussetzen.
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Wenn dann das Benzin verteuert wird und der Umweltschutz per Gesetz forciert werden muss hat man wieder Freude im Doerfli einzukaufen... oder
    1. Antwort von Shane O'Neill  (Diddleydoo)
      Rheinfelden ist eigentlich gut mit dem ÖV vernetzt. Man ist ohen Auto keinesfalls auf Lokale Geschäfte angewiesen.