Stadtcasino Baden bekommt in Wien Gegenwind

Gegen die Lizenz für die Stadtcasino Baden AG zum Betrieb eines Casinos im Palais Schwarzenberg in Wien ist Beschwerde eingereicht worden. Beschwerdeführerin ist die Casinos Austria, die selber gerne ein weiteres Casino in Wien aufgebaut hätte.

Aufnahme des Palais in Wien vor blauem Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im historischen Palais Schwarzenberg in Wien (neben dem Palais Besenval) will das Casino Baden Millionen investieren. Wikimedia/Werckmeister

Die Beschwerden, die Ende Juli eingereicht worden waren, wurden mit Fehlern in den Vergabebescheiden begründet. Zudem vermutet die Casinos Austria, dass politische Interventionen die Lizenzvergabe beeinflusst hätten.

Casinos Austria gehe es wohl darum, Zeit zu gewinnen und sich so die Konkurrenz möglichst lange vom Hals zu halten, sagt dagegen Detlef Brose, der Chef der Stadtcasino Baden AG. Casinos Austria hat derzeit in Österreich noch das Monopol für Spielbanken. Brose bezeichnet die Kritikpunkte als absurd. So wurde etwa moniert, dass die Sieger in den Bewerbungsunterlagen nicht erwähnt hätten, dass sie Spielbanken betreiben.

Nun verzögert sich das Projekt. Zudem muss für das derzeit leer stehende Palais Schwarzenberg Miete bezahlt werden. Brose rechnet mit einem Entscheid zwischen Januar und April 2015. Mit dem Umbau des barocken Gebäudes will er erst beginnen, wenn er einen rechtskräftigen Bescheid hat.

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Mit Eva Wannenmacher im Grand Casino Baden

27 min, aus Kulturplatz vom 28.8.2013