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Ständeratswahl 2019 «Es gibt eine Restchance»

Nach der SVP, SP und CVP haben auch die Grünliberalen (GLP) einen Kandidaten für den Ständeratswahlkampf nominiert. Nationalrat Beat Flach soll im kommenden Jahr einen Sitz im Stöckli erobern.

Ein Mann spricht an einem Pult in ein Mikrofon
Legende: 2015 hat Beat Flach den Einzug ins Stöckli nicht geschafft. Nun versucht er es erneut. Keystone

SRF: Warum möchten Sie Ständerat für den Kanton Aargau werden?

Beat Flach: Ich glaube, ich habe in den vergangen sieben Jahren im Nationalrat gezeigt, dass ich die Interessen des Aargaus wie auch der ganzen Schweiz unter einen Hut bringe. Ich glaube auch, dass jemand dem Aargau gut täte, der nicht aus den politischen Polen ist, sondern mehr aus der Mitte. Ich sehe den Aargau auch als Wirtschaftskanton, der im Bereich Cleantech und erneuerbaren Energien grosse Chancen hat. Es ist auch wichtig, dass wir der Umwelt Sorge tragen und nicht immer mehr neue Strassen planen.

Wenn ich Ihre Vorstösse im Nationalrat anschaue, sehe ich, es geht häufig um juristische Fragen wie etwa die Netzneutralität oder auch eine Hotline für Extremismus. Ich sehe gar keine grünen Anliegen, die Sie vertreten haben.

Das kommt von daher, dass ich als Sicherheitspolitiker in der entsprechenden Kommission tätig bin. Deshalb habe ich mit diesen Themen auch automatisch mehr am Hut. Das heisst aber noch lange nicht, dass die grünen Anliegen deshalb untergegangen sind. Diese habe ich genauso unterstützt und eingebracht. Ich war ursprünglich wegen der Raumplanung in die Politik gegangen. Raumplanung hatte ich auch an der ETH studiert. Dies ist auch ein Bereich, in dem sich der Aargau verbessern könnte und der Kanton ist von allen Seiten auch unter Druck. Diese Stimme fehlt zurzeit im Ständerat.

Der Präsident der Aargauer Grünliberalen sagte, dass Sie eine kleine Chance haben, wenn man die anderen Kandidaten anschaut. Sind sie also einfach das kleinere Übel?

Nein, ich glaube nicht. Bei einem solchen Reigen braucht es auch ein wenig Demut. Es sind alles Leute die einen gewissen Leistungsausweis haben. Andererseits muss ich mich nicht verstecken. Mit meiner handwerklichen Grundausbildung, mit meinen Studien als Jurist, Raumplanung und so weiter, und nun sieben Jahren Erfahrung in der Bundespolitik zeige ich, dass ich in diesem Reigen sicher kann mitspielen. Ich bin eine valable Alternative zu den Kandidaten der grossen Parteien links und rechts am Rand des Spektrums. Es gibt sicher eine Restchance, und diese wollen wir packen.

Das Gespräch führte Stefan Ulrich.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard (Verena Eberhard)
    Es hat jeder das Recht für einen Ständeratssitz zu kandidieren. Gehässige Kommentare von Linken sind nicht angebracht.
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  • Kommentar von Alex Schneider (Alex Schneider)
    Grünliberale (GLP): Die Untergrundorganisation der FDP Die Grünliberalen (GLP) sind die Untergrundorganisation der FDP! Sie verhelfen der kapitalistisch orientierten FDP via ihrem grünroten Mäntelchen zu den notwendigen Mehrheiten. Einen Ständerat aus einer solchen Partei braucht der Aargau definitiv nicht!
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