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Legende: Audio Standortstrategie will in Solothurn «gemeinsame Identität schaffen» – ein Papiertiger? abspielen. Laufzeit 02:48 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 25.01.2019.
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Standortstrategie 2030 Solothurner sollen eine gemeinsame Identität bekommen

Im Kanton der Regionen fehlt ein starkes Wir-Gefühl. Bucheggberger im Süden und Schwarzbuben im Norden haben nicht viel gemeinsam. Und die Berge zwischen ihnen verhindern oft, dass sie sich näher kommen.

Nun «soll eine gemeinsame Identität geschaffen werden». So steht es in der Standortstrategie 2030, welche die Regierung am Freitag vorgestellt hat. Eine gemeinsame Identität als Solothurner soll helfen, den Kanton klarer zu positionieren.

Die Standortstrategie 2030

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Die Standortstrategie 2030

Solothurn soll nicht nur zu einem noch wettbewerbsfähigeren Wirtschaftsstandort, sondern auch zu einem Wohnstandort mit einer noch höheren Lebensqualität entwickelt werden. So will es die 11-seitige «Standortstrategie 2030, Link öffnet in einem neuen Fenster».

Anders als früher geht es nicht nur um die klassischen Rahmenbedingungen wie Steuerbelastung, Immobilienpreise, Regulierungen, oder Verfügbarkeit von gut ausgebildetem Personal. Neu gewinnen Standortfaktoren, die das Leben und Wohnen betreffen, zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören das Bildungs-, Kinderbetreuungs-, Freizeit- oder Wohnangebot.

Die Umsetzung der Standortstrategie 2030 geschieht im Rahmen der Daueraufgaben der Verwaltung.

Die Regierung will also eine Solothurn-Identität schaffen. Oder doch nicht? Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss relativiert stark. Es werde keine Identität von oben verordnet.

SRF: Laut Standortstrategie 2030 soll eine gemeinsame Identität «Kanton Solothurn» geschaffen werden. Haben Solothurner keine Identität?

Brigit Wyss: Selbstverständlich haben wir eine Identität. Wir sind aber ein Kanton der Regionen. Die Regionen sind für sich sehr typisch und stark, haben ein eigenes Profil. Wir sind stolz darauf. Es geht darum, ein übergeordnetes Wir-Gefühl zu schaffen, denn wir sind gleichwohl auch ein Kanton. Das heisst nicht, dass wir das forcieren und einen Slogan suchen.

Im Strategiepapier steht aber explizit, es soll eine Identität «geschaffen werden». Wie schafft man eine Identität?

Indem man die Diskussionen führt, welche wir geführt haben in Zusammenhang mit diesem Papier. Wir haben mit allen Interessierten Gespräche geführt. So kommt der Austausch von der einen zur anderen Region zustande, und das schafft Identität.

Dann wollen Sie also einfach die Menschen zusammenbringen aus dem Bucheggberg, dem Niederamt, dem Leberberg oder dem Schwarzbubenland. Bis sich auf diese Weise eine gemeinsame Identität herausbildet, könnte es lange dauern.

Ich weiss gar nicht, ob es das braucht. Es reicht schon, wenn man das Verständnis füreinander hat. Es gibt ja immer wieder überregionale Aktivitäten, und die wollen wir vermehrt pflegen.

Dann braucht der Kanton Solothurn also keine klare Identität, die man gegen aussen vermarkten kann? Der Aargau beispielsweise bezeichnet sich oft als Hightech-Kanton.

Wir vermarkten uns weiterhin als Kanton der Regionen. Jede Region hat ihre Spezialitäten, und das macht den Kanton Solothurn aus.

Das Gespräch führte Marco Jaggi.

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