Störung der Stromversorgung im AKW Gösgen

Das AKW Gösgen im Kanton Solothurn ist am Freitag für rund 90 Minuten von der externen Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Ursache war ein Erdschluss. Es konnte auf Notstromversorgung umgeschaltet werden.

Der Kühlturm des AKW Gösgen mit Dampffahne ragt hinter einem Schlösslein in die Landschaft. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das AKW Gösgen wird zur Zeit für 180 Millionen Franken aufgerüstet. Im Rahmen dieser Arbeiten gab es einen Zwischenfall. Keystone

Das AKW Gösgen befindet sich seit Anfang Mai im Revisionsstillstand. Die Anlage habe sich zu jedem Zeitpunkt in einem sicheren Zustand befunden, teilte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) am Montag mit. Das Ensi will das Vorkommnis analysieren.

Der Erdschluss wurde nach Angaben des AKW-Betreibers um 7.54 Uhr durch eine Fehlhandlung während den Revisionsarbeiten ausgelöst. Sofort sprangen die für einen solchen Fall vorgesehenen Notstromdieselaggregate ordnungsgemäss an. Dadurch war die Stromversorgung für die sicherheitsrelevanten Teile des Atomkraftwerkes stets gewährleistet.

Die externe Stromversorgung konnte laut Ensi um 9.30 Uhr wieder hergestellt werden Ein Erdschluss entsteht bei der Verbindung eines Aussenleiters oder eines betriebsmässig isolierten Nullleiters mit der Erde oder mit geerdeten Teilen.

Das AKW Gösgen in der Standortgemeinde Däniken war am 4. Mai für die Jahresrevision vom Netz gegangen.

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Kernkraftwerk Gösgen abgeschaltet

1:13 min, aus Tagesschau vom 1.7.2012