Zum Inhalt springen

Header

Audio
Bürgerliche für höhere Abzüge, Linke dagegen
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 31.07.2020.
abspielen. Laufzeit 03:38 Minuten.
Inhalt

Streit um höhere Steuerabzüge Kann sich der Aargau das leisten?

Deutlich mehr abziehen für die Krankenkassenprämien: Den Bürgerlichen gefällt die Idee, den Linken gar nicht.

Der Vorschlag: Aargauerinnen und Aargauer sollen bei der Steuererklärung einen höheren Pauschalabzug für Versicherungsprämien machen dürfen. Dies betrifft insbesondere die Krankenkassenprämien. Der Abzug beträgt heute 4000 Franken für Ehepaare und 2000 Franken für Alleinstehende. Die Regierung schlägt vor, die Abzüge auf 6000, respektive 3000 Franken zu erhöhen.

Der Auslöser: Die letzte Anpassung der Pauschalabzüge liegt rund 20 Jahre zurück. Die bürgerlichen Parteien im Aargauer Kantonsparlament sind der Meinung, eine Anpassung sei überfällig. Mit einem Vorstoss verlangten sie eine Anpassung des Steuergesetzes.

Die Folgen: Der Kanton und die Gemeinden müssten wegen der höheren Steuerabzüge auf Einnahmen von 88 Millionen Franken verzichten. Für den Kanton geht es um 46 Millionen Franken, für die Gemeinden um 42 Millionen.

Die positiven Reaktionen: Die bürgerlichen Parteien äussern sich in ihren Stellungnahmen positiv zum Vorschlag der Regierung. Dazu gehören CVP, SVP und FDP, welche die Änderung angestossen haben. Dafür sind aber auch EVP, EDU, Gewerbeverband und die Industrie- und Handelskammer.
FDP, SVP und die Wirtschaftsverbände wollen, dass mit der Anpassung des Steuergesetzes auch gleich die Steuerbelastung der Unternehmen gesenkt wird.

Die negativen Reaktionen: Linke Parteien sprechen sich vehement gegen höhere Pauschalabzüge aus. Die Corona-Krise verursache Kanton und Gemeinden bereits Ausfälle in Millionenhöhe. Weitere Ausfälle von fast 90 Millionen Franken wären fahrlässig, finden SP, Grüne und GLP. Sie argumentieren zudem, höhere Abzüge seien ungerecht, weil nicht alle gleich davon profitierten.

So geht es weiter: Trotz der Zustimmung der Bürgerlichen und der Wirtschaft ist nicht klar, ob die Aargauer Regierung die Vorlage ohne Änderung ins Parlament bringt. Sie hat selbst Vorbehalte, ob die hohen Steuerausfälle in der aktuellen Situation zu verkraften sind. Vor Corona hätte sich der Kanton die höheren Abzüge leisten können, schreibt der Regierungsrat in seinem Anhörungsbericht. Nun habe sich die Situation aber drastisch verändert. Es brauche nun zuerst eine Neubeurteilung der finanziellen Lage.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 31.7.2020, 12:03 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andrea-Michael Vecchio  (A-M.V.)
    Finde ich gut!

    Warum einige Parteien dagegen sind ist mir schleierhaft, da doch die Krankenkassenprämien teils eine hohe Belastung gerade für Familien sind.

    Das Argument mit den Gemeinden: Ja dann muss man gewisse Ausgaben streichen und sich auf wichtiges konzentrieren.

    Und dafür konnte man in Genf die Aktion mit den Strassenschildern durchführen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen