Streit um Oltens goldenes Dach ist passé

Das Bundesgericht hat am Mittwoch den Streit um das goldene Dach in Olten beendet. Es hat den Rekurs des Bauherrn abgewiesen. Er hatte sich gegen den Entscheid des kantonalen Verwaltungsgerichts gewehrt. Dieses hatte entschieden, dass das Dach zu auffällig sei und dass die Fenster zu gross seien.

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Streit um goldenes Dach

2:52 min, aus Schweiz aktuell vom 6.5.2015

Das Wichtigste in Kürze:

  • 2008: Stadt Olten erteilt Baubewilligung
  • 2009: Baubeginn
  • 2010: Kanton Solothurn wehrt sich gegen zu grosse Lukarnen
  • 2011: Der Stadt Olten ist das goldige Dach zu glänzig

Verklagt der Bauherr nun die Stadt?

Die Behörden hatten die Baubewilligung für die Lukarnen und das Verkleidungsmaterial für das Dach widerrufen. Der Bauherr ging weiter ans Verwaltungsgericht. Dieses hatte dann entschieden, dass der Bauherr die Lukarnen massiv verkleinern müsse.

Zudem müsse der goldene Anstrich durch einen matten Anstrich ersetzt werden. Auch damit war der Bauherr nicht einverstanden, weshalb er die Entscheide weiter an das Bundesgericht zog. Dieses bestätigte nun das Urteil des Verwaltungsgerichts.

Bahngleise, verschiedene Häuser im Hintergrund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Oltens Goldenes Dach (rechts im Bild) ist mittlerweile schweizweit bekannt. Es sorge über Jahre für Schlagzeilen. SRF

Nun muss der Bauherr also die beiden Lukarnen verkleinern und das goldige Dach muss in Zukunft matter erscheinen. Der erneute Umbau kommt den Bauherren teuer zu stehen. Alleine ein Matt-Anstrich kostet rund 100'000 Schweizer Franken.

Offen bleibt das weitere Vorgehen des Bauherren. Er könnte die Stadt wegen den Kosten, die aus dem Widerruf der Baubewilligung entstanden sind, auf Schadenersatz verklagen.