Zum Inhalt springen

Header

Audio
Erkenntnisse aus dem Kantonsspital Aarau zum Verlauf bei Corona-Patienten
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 22.07.2020.
abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Inhalt

Studie Kantonsspital Aarau Corona sucht sich Opfer ziemlich zufällig

  • Eine Beobachtungsstudie des Kantonsspitals Aarau zeigt: Rund ein Drittel der hospitalisierten Corona-Patienten haben einen schweren Verlauf.
  • Dabei brauche es kein besonders hohes Alter oder eine schwere Vorerkrankung, so das Fazit der Studie.
  • Die Studie soll dabei helfen, Krankheitsverläufe bei Infizierten künftig besser vorhersagen zu können und damit auch die Behandlung zu verbessern.

Salopp gesagt: Corona sucht sich seine Opfer ziemlich zufällig aus. So könnte man die Beobachtungsstudie des Kantonsspitals Aarau, Link öffnet in einem neuen Fenster (KSA) zusammenfassen. Es ist eine der ersten Studien eines Schweizer Spitals, wie das KSA am Dienstag mitteilte.

Studiert wurden die Krankheitsverläufe der ersten 100 Corona-Patienten im Kantonsspital, im Zeitraum bis Ende April 2020. Das Resultat: Rund ein Drittel der Patientinnen und Patienten im Spital erlebten einen «schweren oder komplizierten Verlauf». Das heisst: Sie waren in Intensivpflege oder starben sogar.

Nur Patienten im Spital berücksichtigt

Die Studie des Kantonsspitals Aarau berücksichtigt explizit nur hospitalisierte Patientinnen und Patienten. Also Personen, die nach einer Covid-Infektion stationär behandelt wurden.

Gemäss kantonalen Angaben waren zum Zeitpunkt der Studie rund 1100 Personen im Kanton Aargau laborbestätigt mit Corona infiziert. Rund 900 davon galten bereits als geheilt gemäss Schätzungen des Kantons.

Wer mit Covid-19 infiziert ist, aber nicht ins Spital musste, ist in der Beobachtungsstudie nicht enthalten. Das ist der grösste Teil der erkrankten Personen, gemäss aktuellen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit werden nur gut 12 Prozent der bestätigten Covid-Fälle hospitalisiert.

Dabei sei auffällig, dass es unter diesen Infizierten auch Menschen unter 60 Jahren und solche ohne schwere Grunderkrankung gehabt habe, hält das Kantonsspital fest. Zudem seien alle Covid-Patienten relativ lange im Spital gewesen.

Spital erhofft sich Erkenntnisse für Behandlung

In absoluten Zahlen ist die «Stichprobe» des Kantonsspitals relativ klein: Nur gerade sieben Patientinnen und Patienten waren unter 65 Jahre alt und ohne Vorerkrankung. Davon hätten drei einen schweren Verlauf der Krankheit erlebt – alle aber überlebten, heisst es auf Nachfrage beim KSA.

Immerhin lasse sich ein schwerer Verlauf auch erahnen: Entzündungs- und Blutwerte und der allgemeine klinische Zustand von Patienten gäben klare Hinweise, so die Autorinnen und Autoren der Studie. Das Kantonsspital hofft nach eigenen Angaben, dass aufgrund seiner Beobachtungen und weiterer Studien von anderen Spitälern die Behandlung von Corona-Patienten künftig verbessert werden könne.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 06:31 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

55 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Nico Stäger  (Nico Stäger)
    Viel mehr Falschaussagen kann man in einer Schlagzeile mit 6 Worten nicht mehr verpacken. "Corona sucht sich Opfer ziemlich zufällig". Allem voran kann ein Virus nicht suchen, sondern nimmt seinen Standort an, so wie es kommt und macht dann "das Beste" daraus. Auch wenn man es so sagen könnte, bleibt es falsch und schürt einmal mehr nur die Panik. Die Studie zeigt vor allem auf, dass die ersten 100 Hospitalisierten alle Ü55 waren und dass niemand U65 starb.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dominik Thomas  (Dominik Thomas)
    Wie überraschend. Der Virus evaluiert vorher nicht. Das überrascht mich, als Hochrisikopatient dann doch. Und dafür eine Studie. Prima.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Dominik Thomas  (Dominik Thomas)
      Komisch, dass es Menschen gibt, die Hochrisikopatienten ablehnen. Wir sind doch alle so sozial.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Ihr Kommentar ist auch nicht gerade selbsterklärend. Vermutlich sollten Sie auf Stilmittel wie Zynismus und/oder Ironie verzichten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Georg Fischer  (SGF)
    Mal wird Beobachtungsstudie erwähnt,dann Stichprobe etc.Fakt ist dass dies keine wissenschaftlich breit abgestützte,Peer validierte Studie ist und somit eher in den Bereich der Annahmen und Hypothesen zu verschieben.Sie bzw deren Erkenntnisse kann für weitere Studien durchaus sinnvoll sein. Nich tmehr - nicht weniger, die Beobachtungsstudie rechtfertigt keine Veränderung/Anpassung in Bezug auf Massnahmen/Empfehlungen etc.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es ist weder eine Annahmenoch eine Hypothese, sondern das was es ist: eine Beobachtung. Wenn auch eine nicht repräsentative. Wenn man jedoch diesen Umstand kennt, sind die Resultate, speziell in Verbindung mit anderen Beobachtungen, durchaus brauchbar.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen