Aargauer Budget 2017 Susanne Hochuli hat im Aargauer Parlament einen schweren Stand

Für die Aargauer Gesundheitsdirektorin war der Dienstagmorgen kein erfreulicher Morgen. Praktisch alle ihre Sparvorschläge sind im Grossen Rat abgelehnt worden. So zum Beispiel der Vorschlag, dass Patienten in den Spitälern vermehrt ambulant behandelt werden sollen.

Dank den heutigen medizinischen Möglichkeiten sind heutzutags viele Eingriffe einfacher zu machen.

Portrait Susanne Hochuli. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Susanne Hochuli hat es schwer, den Grossen Rat von ihren Sparvorschlägen zu überzeugen. Keystone

«Ambulant vor stationär» müsse daher der Grundsatz für Behandlungen in Spitälern lauten, fand Regierungsrätin Susanne Hochuli (Grüne) am Dienstagmorgen im Aargauer Kantonsparlament.

Hochuli sah in diesem Grundsatz für den Kanton Aarau ein Sparpotential von rund 7 Millionen Franken pro Jahr. Sie betonte: «Man muss alle Hebel in die Hand nehmen, um das Kostenwachstum dort zu bremsen, bei dem es keine Auswirkungen auf die Patientinnnen und Patienten hat». Deshalb müsse man die Aargauer Spitäler dazu verpflichten, mehr Behandlungen ambulant durchzuführen.

SVP, FDP, CVP: «Ja, aber...»

Unterstützung erhielt Susanne Hochuli seitens der SP. SP-Grossrat Jürg Knuchel betonte, dass ambulante Behandlungen fünf bis zehn mal billiger seien als stationäre Behandlungen.

SVP, FDP und CVP bestritten dies nicht grundsätzlich. Sie fanden es jedoch nicht zulässig, den Aargauer Spitälern noch mehr Vorschriften zu machen.

«  «Machen wir solche Probleme nicht noch grösser, indem wir noch mehr regulieren.» »

Martina Sigg
Grossrätin Aargau FDP

Der Trend gehe sowieso in die gewünschte Richtung. Zusätzliche Vorschriften seien daher unnötig. Mit 85 zu 49 Stimmen wurde Hochulis Sparvorschlag abgelehnt.