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SVP Aargau nominiert Knecht «Wir wollen den Ständeratssitz zurückerobern»

Hansjörg Knecht
Legende: Mit dem Kandidaten Hansjörg Knecht will die Aargauer SVP einen Ständeratssitz zurückerobern. SRF / Barbara Mathys

Die Aargauer SVP hat erwartungsgemäss Nationalrat Hansjörg Knecht für die Ständeratswahlen 2019 nominiert. Der Parteitag in Tegerfelden fällte diesen Entscheid mit einer stehenden Ovation. Knecht sitzt seit 2011 im Nationalrat. Er ist Müllerei-Unternehmer aus Leibstadt und Präsident des Hauseigentümerverbands Aargau HEV.

Knecht betonte am Mittwochabend, dass es eine grosse Aufgabe sei, den Kanton Aargau in Bern zu vertreten. «Ich setze mich gerne für die Schweiz und für den Aargau ein», sagte Knecht vor den gut 120 SVP-Mitgliedern. Dabei seien ihm drei Punkte besonders wichtig: die freiheitliche Wirtschaftsordnung, die Unabhängigkeit der Schweiz und die direkte Demokratie.

Knechts zweiter Anlauf

Das Steckenpferd des Aargauer Politikers ist die Energiepolitik. Er ist ein ausgesprochener Befürworter der Atomenergie. Auch wenn das Schweizer Volk den Atomausstieg beschlossen habe - er könne trotzdem etwas beitragen zum Thema: Man sehe erst jetzt die grossen Herausforderungen, vor denen die Schweiz stehe, sagte Knecht gegenüber Radio SRF.

Dies ist bereits der zweite Ständeratswahlkampf für Knecht. 2015 kam er im ersten Wahlgang auf den zweiten Platz hinter SP-Frau Pascale Bruderer, musste sich dann aber im zweiten Wahlgang Philipp Müller (FDP) geschlagen geben. Damit war es Knecht nicht gelungen, den vier Jahre zuvor verlorenen Sitz der SVP im Ständerat zurückzuholen.

Die Aargauer SVP zeigte sich am Parteitag vom Mittwoch zuversichtlich: «Die Chancen stehen gut, dass wir den Sitz im Ständerat diesmal zurückholen», sagte Parteipräsident Thomas Burgherr. «Mit Hansjörg Knecht haben wir einen erfahrenen, glaubhaften und guten Politiker, und einen glaubwürdigen Unternehmer.» Mit Knecht sei man auf dem besten Weg zu einer doppelten bürgerlichen Vertretung im Ständerat, freute sich Burgherr.

«Die beste Kandidatur»

Auch Rolf Jäggi, Präsident der Findungskommission, lobte Knecht. Er sei ein aktiver Unternehmer, der die Sorgen und Nöte des Kantons Aargau kenne. Jäggi betonte: «Hansjörg Knecht ist die beste Kandidatur, die der Kanton und unsere Partei haben kann.» Er sei die beste Chance, den Ständeratssitz wieder zurückzugewinnen.

Die SVP schaute am Parteitag auch voraus. Für die kantonalen Wahlen 2020 formulierte Parteipräsident Thomas Burgherr das Ziel, Wähleranteil und Sitze im Grossen Rat und die zwei Sitze im Regierungsrat zu behalten.

Zudem hat die Partei auch die Parolen zu der kantonalen Abstimmung vom 23. September gefasst. Sie hat sich einstimmig gegen die Millionärssteuer ausgesprochen. Die SVP befürchtet, dass die höheren Steuern gute Steuerzahler in die Flucht schlagen könnten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Im Baselbiet aufgewachsen, habe ich die Kombination "SP" und "FDP" in guter Erinnerung: Im fünfköpfigen Regierungsrat hatten dort lange die SP und die FDP je zwei Sitze inne. (Der Halbkanton hat ja nur einen Ständeratssitz; dort kamen die klugen Köpfe abwechselnd aus beiden Parteien). - Auch im Aargauer Ständerat hat sich diese Kombination m.E. bewährt. Knecht missachtet als Nuklearenergie-Nostalgiker den im Mai 2017 klar geäusserten Volkswillen (als SVP-ler!); er ist für mich nicht wählbar.
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    1. Antwort von Steff Stemmer (Steff)
      Noch nicht gemerkt, was der SVP nicht passt, passt auch nicht wenn darüber abgestimmt wurde. Dafür schreien sie zetter mordio bei einer ihrer Initiative die Hauchdünn mit 50.4% angenommen wurde vom eindeutigen Volkswillen... obwohl die Iniriative im Bereich des Möglichen umgesetzt wurde! Tja, every time the same procedure since ever!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Auf Grund der Parteistärken im Aargau, müssten die bürgerlichen Parteien nun unbedingt zusammen gehen und mit einer gemeinsamen Liste Philip Müller (FDP) und Hansjörg Knecht (SVP) vorschlagen. Ob das aber passieren wird, sehe ich als langjähriger Politbeobachter eher als unmöglich: Auch im Aargau ist der Neid und Missgunst gegenüber der wählerstärksten Fraktion enorm hoch! Somit wird bei den Ständeratswahlen einmal mehr der Slogan aktiviert: "Alle gegen die SVP"!
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