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Aargau Solothurn SVP setzt bei den Aargauer Schulen den Rotstift an

Die Aargauer Regierung will pro Jahr 120 Millionen Franken einsparen. Die Parteien können sich bis Mitte Februar dazu äussern. Die SVP hat dies bereits getan und macht brisante Vorschläge. Sie will noch viel mehr sparen.

Die grösste Partei im Aargau, die SVP, zerzaust richtiggehend die Vorschläge der Regierung. Vor allem bei den Schulen will die Partei sparen. Statt 15 Kinder pro Schulklasse, wie es die Regierung vorschlägt, will die SVP 20. Zudem glaubt die Partei, dass viel weniger Lehrer nötig sind. Sie will 900 Lehrpersonen weniger.

Schüler hebt im Unterricht den Finger.
Legende: Die SVP will bei den Schulen Millionen einsparen. Keystone

Um dies zu erreichen, will die SVP unter anderem Frühfranzösisch und -englisch abschaffen, auf den Lehrplan21 und die Förderung begabter Schüler verzichten. Insgesamt 47 Massnahmen schlägt die SVP vor. Neben den Schulen will die SVP aber zum Beispiel auch bei den Pauschalen für die Grossräte und Spesen für die Regierungsräte sparen.

Die Vorschläge der SVP haben es im Parlament sicher schwer. Den linken Parteien gehen bereits die Vorschläge der Regierung zu weit. SVP-Fraktionschef Andreas Glarner ist trotzdem zuversichtlich, gemeinsam mit der FDP eine Mehrheit zu finden.

Bei den Lehrern kommen dabei die Vorschläge der SVP nicht gut an. Eine Reduktion um 900 Lehrer sei unrealistisch, sagt der Geschäftsführer des Aargauer Lehrerverbands und SP-Grossrat, Manfred Dubach gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn. Damit müssten die Klassen durchschnittlich 22 Schüler haben. Dies würde bedeuten, dass viele Schulen schliessen müssten, weil sie nicht genügend Schüler hätten. Dies sei wohl auch nicht im Interesse der SVP, findet Dubach.

Er zeigt sich jedoch auch gegenüber gewissen Sparmassnahmen der SVP offen. Projekte wie etwa Frühfranzösisch oder auch der Lehrplan21 müssten angeschaut werden. Es sei besser, diese Projekte zu stoppen, als sie schlecht einzuführen, weil kein Geld vorhanden ist, so Dubach.

Bei der Debatte um das Sparpaket geht es also nicht nur ums Geld. Es geht auch um die Frage, welche Schule der Kanton eigentlich braucht.

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