TCS will nur im Aargau Rettungsflüge durchführen

Der TCS will keine weiteren Helikopter kaufen und Rettungsflüge in den umliegenden Kantonen durchführen, dies bestätigt TCS-Mediensprecherin Petra Seeburger auf Anfrage. Sie dementiert einen Artikel der Berner Zeitung, in welchem der Eindruck entsteht, der TCS expandiere.

Das Aargauer Gesundheitsdepartement behält beim Thema Luftrettung den Status quo bei. Dies ist seit Donnerstag klar. Weiterhin wird der TCS/AAA-Heli im Birrfeld zuerst aufgeboten. Ist dieser nicht verfügbar, kommt die Rega-Maschine zum Einsatz. Die beiden Unternehmen sind zerstritten.

TCS-Helikopter in der Luft Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der TCS will weiterhin nur im Aargau fliegen. SRF

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega und die Alpine Air Amublance (AAA), an welcher der TCS beteiligt ist, hatten sich im Kanton Aargau seit Mitte April die Rettungsflüge streitig gemacht. Weil sich die Streithähne nicht auf eine gemeinsame Koordination der Rettungseinsätze einigen konnten, sprach der Kanton nun ein Machtwort.

Mit dem TCS/AAA-Heli stehe den Patienten und Patientinnen im Kanton Aargau ein zusätzliches Rettungsmittel zur Verfügung, das über einen Notarzt verfüge und sehr schnell am Einsatzort sei, heisst es in der Mitteilung des Kantons vom Donnerstag. Der Helikopter des TCS ist im Birrfeld stationiert und daher meist schneller vor Ort als die Rega aus Basel oder Zürich.

TCS Rettungsflüge nur im Aargau

AAA und TCS begrüssen in einer gemeinsamen Mitteilung den Entscheid «zugunsten der Bevölkerung». Der Beschluss das Aargauer Gesundheitsdepartementes ermögliche eine professionelle und schnelle Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Den Vorwurf, der TCS wolle mit den Rettungsflügen ein gutes Geschäft machen, lässt Rudolf Zumbühl, Mitglied der Geschäftsleitung des TCS, nicht gelten: «Von einem Geschäft mit Rettungsflügen kann nicht die Rede sein». Aber wenn ein vollständig ausgerüsteter Helikopter zur Verfügung stehe, dann solle der doch auch eingesetzt werden.

Ein Ausbau der Rettungsflugdienste auf andere Kantone sei nicht geplant, so Rudolf Zumbühl: «Der TCS rückt nur aus, wenn er von der Aargauer Einsatzzenrale dazu aufgefordert wird.»

Ausserkantonale Bewilligungen nur für Verlegungsflüge

Die Berner Zeitung allerdings schreibt, dass der TCS hat in den Kantonen Bern, Basel-Stadt und Schaffhausen Lizenzen beantragt hat. Das sei kein Grund zur Aufregung, sagt Mediensprecherin des TCS, Petra Seeburger auf Anfrage.

Diese Lizenzen seien lediglich Absicherungen, damit der TCS weiterhin Patiententransporte, sogenannte Sekundäreinsätze, fliegen kann, so Seeburger im Regionaljournal Aargau Solothurn am Freitag. Rettungsflüge in anderen Kantonen seien nicht vorgesehen, dabei bleibe es, bestätigt Seeburger.

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Rega nach TCS

1:52 min, aus Tagesschau am Mittag vom 18.7.2013