Tod im Sulzerbach: Verfahren gegen Ehemann eingestellt

Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zum Unwetter-Opfer in Sulz bei Laufenburg abgeschlossen. Den Ehemann treffe keine Schuld, heisst es auf Anfrage. Die 32-jährige Frau war beim heftigen Gewittter im vergangenen Mai vom Dorfbach mitgerissen worden und ertrunken.

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Bildlegende: Die Beifahrerin dieses Fahrzeugs ertrank 2013 in den Fluten des Dorfbaches von Sulz. Quelle Kantonspolizei Aargau / Rechte Keystone

«Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Ehemann der Toten eingestellt», bestätigt Sprecherin Elisabeth Strebel gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Es handelte sich hierbei um ein Standardvorgehen.

«Die Staatsanwaltschaft untersuchte, ob der Ehemann unsorgfältig handelte, als er mit dem Auto in die Fluten fuhr», so Strebel weiter. Man sei aber zum Schluss gekommen, dass der Mann nicht habe ahnen können, dass dadurch seine Frau getötet wird. Und: «Wir hätten ihn sowieso nicht bestraft, da in diesem Fall eine Bestrafung laut Strafgesetzbuch unangemessen wäre, da der Mann schon genug leide», so Strebel in der Mittagsausgabe des Regionaljournals.

Anwohner retteten Ehemann mit Seilen

Die 32-jährige Frau war am Abend des 2. Mai 2013 mit ihrem 35-jährigen Ehemann im Auto unterwegs. Ein heftiges Gewitter wütete in der Schweiz und liess Gewässer anschwellen, so auch den Dorfbach in Sulz. Dabei wurde die Hauptrasse überschwemmt und das Auto mitgerissen.

Das Ehepaar konnte sich zuerst auf das Dach retten. Anwohner retteten den Mann mit Seilen aus dem reissenden Bach. Die Frau wurde aber von den Wassermassen weggeschwemmt und einige hundert Meter weiter tot geborgen.

Das Unwetter vom Mai 2013 hat Schäden von rund 4 Millionen Franken angerichtet.

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Unwetter bringt Tod und Verwüstung

1:56 min, aus Tagesschau am Mittag vom 3.5.2013