Wernli Guetzli «Trimbach und Wernli sind eng verbunden»

Der Gemeindepräsident von Trimbach wusste seit einer Woche vom geplanten Wegzug des Traditions-Unternehmens in die Zentralschweiz. Im Gespräch mit SRF News bedauert Karl Tanner das Ende der Guetzli-Tradition, sieht aber auch Positives.

SRF News: Wie reagieren Sie als Gemeindepräsident von Trimbach auf den Wegzug des Traditions-Unternehmens, das es in der Gemeinde schon seit 1905 gibt?

Karl Tanner: Die erste Reaktion ist: Schade, dass sie weggehen. Trimbach und Wernli sind nämlich eng verbunden. Wir haben auch eine Wernli Villa, einen Wernli Hang, es ist eine sehr enge Verknüpfung.

«  Klar dachte man, dass Wernli in Trimbach bleibt nach den grossen Investitionen. »

Die Gründe von Hug, es sei wirtschaftlich sinnvoll, sind diese für Sie nachvollziehbar?

Das kann ich nachvollziehen. Wernli ist bei uns mitten im Dorf und kommt mit der Produktion an den Anschlag. Daher kann ich verstehen, dass man probiert logistisch und technisch das Optimum herauszuholen. Der Wegzug von Trimbach ist somit für mich schade, aber auch nachvollziehbar.

Noch zu Beginn des letzten Jahres verkündete Hug, dass man in Trimbach investiert, es war die Rede von 10 Millionen Franken für neue Anlagen. Und nun der Wegzug. Macht das ihrer Meinung nach Sinn?

Das kann ich nicht beurteilen. Klar dachte man, dass Wernli im Trimbach bleibt nach diesen Investitionen. Es ist aber offenbar so, dass die Produktionseinrichtungen zügeln und in Malters weiterverwendet werden.

Es gab auch schon Gemeinden, die froh waren, als eine Firma aus dem Zentrum des Dorfes weggezogen ist. Es gab dadurch Raum in Zentrum und erwies sich als Chance für die Entwicklung der Gemeinde. Könnte das auch für Trimbach gelten?

Hug will das Areal verkaufen. Was dort hinkommt ist natürlich interessant. Es könnte tatsächlich für Trimbach eine Chance sein, um etwas Gutes zu schaffen.

Das Gespräch führte Stefan Ulrich