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Tüfelsschlucht Hägendorf Es braucht Geld für die Sicherheit der Wanderer

  • Im März hat ein Felssturz den Wanderweg durch die beliebte «Tüfelsschlucht» bei Hägendorf SO verschüttet.
  • Inzwischen ist die Schlucht wieder offen, der Hang provisorisch gesichert.
  • Die Verantwortlichen möchten nun ein neues Sicherheitsnetz installieren, eine Art «Galerie» über dem Weg. Sie rechnen mit Kosten von insgesamt rund 100'000 Franken.
  • Weder Bürgergemeinde noch Verein können diese Kosten stemmen. Deshalb werden Spenden gesammelt.
Wanderer unterwegs auf einem Metallsteg in der Schlucht
Legende: Täglich sind Spaziergängerinnen und Wanderer in der Schlucht bei Hägendorf unterwegs. zvg/Olten Tourismus , Link öffnet in einem neuen Fenster

32 Brücken und Stege hat es in der gut zwei Kilometer langen Tüfelsschlucht zwischen Hägendorf und dem Allerheiligenberg. Sie werden in Fronarbeit vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Hägendorf gepflegt. Die grossen Schäden nach dem Felssturz im März allerdings konnte der Verein nicht mehr selber beseitigen.

«Wir haben rund 70 bis 100 Kubikmeter Felsmaterial mit einem grossen Bagger aus dem Bachbett geräumt. Der Bagger wurde mit einem Kran in die Schlucht abgesenkt. Das ist alles sehr kompliziert», erklärt Ruedi Studer. Er vertritt als Präsident der Bürgergemeinde Hägendorf die Besitzerin der Schlucht.

Kosten von 100'000 Franken

Der Fels sei provisorisch gesichert, so Studer. Aber es drohten laut einem geologischen Gutachten weitere Felsstürze. Deshalb wolle man jetzt ein Netz in rund drei Metern Höhe montieren - eine Art Galerie über dem Wandersteg.

Zerstörte Metall-Stege in der Tüfelsschlucht
Legende: Der Felssturz hat einen Schaden von über 60'000 Franken verursacht. zvg/Bürgergemeinde Hägendorf

Bisher haben die Sicherungsarbeiten laut Studer 63'000 Franken gekostet. Das neue Netz werde wohl noch einmal mit rund 35'000 Franken zu Buche schlagen. «Der Gesamtschaden beträgt gut 100'000 Franken», rechnet Ruedi Studer vor.

Das sei zu viel für den Verein und auch zu viel für die Bürgergemeinde. Verein und Bürgergemeinde wenden schon für den ordentlichen Unterhalt der Schlucht jährlich rund 30'000 Franken auf.

«Wir sind keine arme Bürgergemeinde, aber wir sind auch nicht so eine Kiesgruben-Gemeinde, die locker mal 100'000 Franken ausgeben kann», fasst Studer das finanzielle Problem zusammen.

Revierförster Jakob Römer zeigt den Abschnitt, der mit einer Galerie vor Steinschlag geschützt werden soll.
Legende: Revierförster Jakob Römer zeigt den Abschnitt, der mit einer Galerie vor Steinschlag geschützt werden soll. zvg

Spenden auch von der öffentlichen Hand?

Deshalb lancieren Verein und Bürgergemeinde nun eine Crowdfunding-Aktion im Internet. Ab September ist die Aktion online, werden Spenden gesammelt. Zudem hofft Studer aber auch auf die öffentliche Hand. Die Einwohnergemeinde Hägendorf werde sich hoffentlich «mit einem namhaften Betrag» an der Spendenaktion beteiligen. Zudem ist auch eine Anfrage beim kantonalen Lotteriefonds hängig.

Ruedi Studer hofft natürlich auch auf die finanzielle Solidarität der vielen Wanderer. In der Schlucht selber wird deshalb ebenfalls auf die Spendenaktion für einen sichereren Wanderweg hingewiesen.

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