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Mann steht an Rednerpult, links und rechts davon eine Türkei-Flagge
Legende: Ahmed Davutoglu ist ein umstrittener Politiker. In Baden könnte es eine Gegendemonstration geben. Keystone
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Aargau Solothurn Türkischer Ministerpräsident in Baden – Stadt im Ausnahmezustand

Die Stadt bereitet sich auf hohen Besuch vor. Am Freitag macht Ahmet Davutoglu einen Abstecher vom WEF nach Baden und hält dort eine Rede. Für den Konvoi müssen Strassen gesperrt werden. Möglicherweise gibt es auch eine Demonstration.

Die Stadt Baden warnt vor einem «grossen Verkehrsaufkommen», das Badener Tagblatt spricht von «Ausnahmezustand». Wenn am Freitagabend der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu nach Baden kommt, könnte es eng werden auf den Strassen. Nebst seinem Auftritt sind nämlich noch andere Veranstaltungen, die Publikum anlocken.

Davutoglu spricht im Kongresszentrum Trafo. Allein dort erwartet man am Freitag bis zu 2000 Besucher. Während der türkische Ministerpräsident seine Rede hält, wird nebenan nämlich das Aargauer Symphonieorchester Argovia Philharmonic ein Konzert spielen, und ein Dinner-Krimi geht über die Bühne.

Platz frei für den Konvoi

Die Stadtpolizei Baden empfiehlt allen Besuchern von Veranstaltungen deshalb, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen und rechtzeitig anzureisen. Wegen des hohen Besuchs aus der Türkei müssen nämlich Strassen gesperrt werden. Und das ausgerechnet im Feierabendverkehr.

Davutoglu spricht auf Einladung der UETD in Baden, der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (siehe Textbox). Für den privaten Anlass sei keine Bewilligung notwendig gewesen, heisst es bei der Stadt auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn von Radio SRF.

Audio
Türkischer Ministerpräsident zu Besuch in Baden (22.01.2015)
01:58 min
abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.

Auch noch eine Demo?

Der türkische Ministerpräsident ist wegen des WEF in der Schweiz. Dass Davutoglu seine Rede in Baden hält, ist offenbar Zufall. Gegenüber der Aargauer Zeitung erklärt die UETD, der Anlass sei kurzfristig organisiert worden. Man sei froh, habe man in Baden eine geeignete Lokalität gefunden.

Der türkische Ministerpräsident ist ein umstrittener Politiker. Linke Türken und Kurden bezeichnen ihn als Kriegshetzer. Möglicherweise werden sie den Auftritt in Baden für eine Demonstration nutzen.

Die für die Sicherheit zuständige Kantonspolizei Aargau geht zwar von einem friedlichen Abend aus, man sei aber vorbereitet, heisst es.

Wer ist die UETD?

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Der Auftritt Davutoglus in Baden wird organisiert vom Schweizer Ableger der Union Europäisch-Türkischer Demokraten UETD. Sie gilt als Lobby-Organisation der türkischen Regierungspartei AKP und setzt sich für die Integration der Türkei in die EU ein. In Aarau hat sie 2014 eine Solidaritäts-Kundgebung für die Palästinenser organisiert.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Sevdaim Muslija , Zürich
    Ganz einfach, weil er umstritten ist!
  • Kommentar von Arben Berisha , Zürich
    Wieder eine typische Brandmarkung "umstrittener Ministerpräsident" von Personen die nicht Ihrem Gusto entsprechen. Wieso haben Sie dann den ägyptischen Diktator der Militärjunta Al Sissi nicht als "sehr umstrittenen Präsidenten" präsentiert. Das sind Doppel Standards und nicht glaubwürdige Textpassagen
  • Kommentar von Pankraz Mai , SG
    " Für den privaten Anlass sei keine Bewilligung notwendig gewesen ..." - Gut, soll er auch privat nach Baden reisen. Was braucht man da Strassen zu sperren?!
    1. Antwort von David Klauz , Baden
      finde ich auch : die ganze Mellingerstrasse ist schlecht durchfahrbar und wir konnten nicht mit dem Bus fahren weil die Strasse gesperrt war. Zum Glück bin ich jetzt zuhause...
    2. Antwort von Hanspeter Huber , Oberrohrdorf
      Privat sieht anders aus! Bericht um kurz vor 20:00 Uhr: Zu- und Wegfahrt ins Stadtzentrum Baden sind blockiert, die Kolonne staut sich bis and die Peripherie. Der öffentliche Verkehr ist grossteils lahm gelegt. Das PTT Hauptterminal kann nicht angefahren werden. Es hat sich eine Gegendemonstration vor dem Bahnhof gebildet. Petarden fliegen, Parolen werden skaniert: "Internationale Solidarität!". Die Polizei in voller Montur und mit Schäferhunden vor Ort.