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Blüht Baden mit dem neuen Stadtteil Galgenbuck auf? Die Bevölkerung kann nun mitwirken.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 03.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
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Überbauung Galgenbuck Wohnen hier bald 2200 neue Badener?

  • Die letzte grosse Landreserve in der Stadt Baden soll überbaut werden.
  • Dafür muss das Areal Galgenbuck im Ortsteil Dättwil als Bauland eingezont werden.
  • Im neuen Stadtteil sollen Wohnungen für 1600 bis 2200 Personen entstehen.
  • Bis zum 28. Februar kann sich nun die Bevölkerung zu den Plänen äussern.

Es ist die letzte grosse Landreserve in der Stadt Baden: das Areal Galgenbuck im Ortsteil Dättwil. Das Gebiet ist über 15 Hektaren gross und wird heute von einem Gemüsebauer, einer Baumschule und einem Reitsportbetrieb genutzt. Es grenzt an einen Wald, an ein Gewerbegebiet und an ein Wohnquartier.

Das Land hat verschiedene Eigentümer; es sind Private, die Stadt Baden und die Ortsbürgergemeinde. Die Grundbesitzer haben sich in den letzten Jahren auf einen Entwicklungsrichtplan (ERP) geeinigt. Im September 2019 hat der Stadtrat den ERP noch einmal angepasst.

Energieeffizientes Wohnen auch für Familien

Der nächste wichtige Schritt ist nun die Umzoung in Bauland. Bis jetzt ist der Galgenbuck Landwirtschaftsland. Voraussetzung für die Einzonung ist eine Änderung der Bau- und Nutzungsordnung. Bis Ende Februar können die Einwohnerinnen und Einwohner von Baden nun an dieser Teilrevision mitwirken.

Plan
Legende: Auf dem Galgenbuck sollen dereinst bis zu 2200 Menschen wohnen und 300 Menschen arbeiten. Entwicklungsrichtplan Galgenbuck , Link öffnet in einem neuen Fenster

Vor allem neue Wohnungen sollen auf dem Galgenbuck entstehen. Die Bevölkerung der Stadt Baden habe seit 1998 um knapp 20 Prozent zugenommen und dieser Trend werde sich fortsetzen, heisst es im Planungsbericht. Die Prognose gehe von 24'000 Einwohnern im Jahre 2040 aus. Die Nachfrage nach Wohnraum in Baden sei anhaltend gross.

Es ist die grösste Zone, wo wir momentan etwas völlig Neues auf der grünen Fläche aufstellen können.
Autor: Markus SchneiderStadtammann Baden

Der Galgenbuck sei für Baden eine grosse Chance, sagt Stadtammann Markus Schneider: «Es ist die grösste Zone, wo wir momentan etwas völlig Neues auf der grünen Fläche aufstellen können.» Der neue Stadtteil soll eine gemischte Bevölkerung haben, auch viele Familien mit Kindern, so die Vorstellungen des Stadtrates. Auch energieeffizient soll die Überbauung sein. Es geht das Stichwort 2000-Watt-Gesellschaft um.

Wiese
Legende: SRF / Stefan Ulrich

Neben Wohnungen sollen auch private und öffentliche Quartier-Einrichtungen, sowie nicht störende Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe entstehen. Das Gebiet soll zudem von einer Buslinie erschlossen werden. Die Rede ist von einem «nachhaltigen Wohnquartier» für 1600 bis 2200 Einwohnerinnen und Einwohner und 300 Beschäftigte.

So geht es weiter

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  • Bis 28. Februar 2020: Mitwirkungsverfahren
  • Bis Sommer 2020: Vorprüfung durch den Kanton
  • Diskussion im Einwohnerrat Baden
  • Bis 2021: Öffentliche Auflage
  • Ab 2021: Erarbeitung Gestaltungsplan mit Landumlegung
  • Ca. 2026 Baubeginn (Hoffnung des Stadtrats)

Wegen der geplanten Überbauung werden 10 Hektaren Fruchtfolgeflächen verloren gehen. Der betroffene Gemüsebauer wird seinen Betrieb aufgeben bzw. zügeln müssen. Zum Ausgleich werde es im neuen Quartier grosszügige ökologische Freiräume geben, versprechen die Planer.

Wann auf dem Galgenbuck die Bagger auffahren werden, lässt sich gemäss Planungsbericht noch nicht sagen. Gebaut werden könne frühestens fünf Jahre nachdem die Einzonung rechtskräftig sei, heisst es.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Werder  (Marcel Werder)
    Die Bevölkerung der Schweiz hat im Jahr 2018 um 60'397 Personen (!) zugenommen. Sie alle wollen doch irgendwo wohnen! Es stellt sich einfach die Frage, wie lange wir uns dieses Wachstum in der Schweiz noch leisten können..... oder wollen.
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  • Kommentar von Kobi Fischer  (Kobeli)
    Liebe Badnerinnen und Badner
    Bitte wehrt euch gegen diesen Irrsinn und stimmt dieser Umzonung nicht zu. Danke
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Gut haben wir so unglaublich viel Landreserven in der Schweiz. Baut was das Zeugs hält. Baut, denn das Volk will das so und hat deshalb die Zersiedelungsinitiative abgelehnt. War ja zu links und zu gefährlich für das Land. Baut und verschachert die schöne Schweiz den wirtschaftsliberalen Gewinnstrebern und Politikern.
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