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Streitpunkt 5G-Antenne: Uerkheim sagt Nein
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 26.11.2019.
abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
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Uerkheim im Aargau Lieber Funkloch statt Antenne auf Schuldach

  • Die Gemeindeversammlung von Uerkheim (Bezirk Zofingen) will keine Mobilfunkantenne auf dem Schulhausdach.
  • Das Abstimmungsresultat gegen die Antenne war mit 66:99-Stimmen relativ deutlich.
  • Die Wogen waren im Vorfeld der Abstimmung hoch gegangen, es gab unter anderem Drohungen gegen den Gemeindeammann.
  • Deswegen waren auch Polizisten bei der Gemeindeversammlung anwesend.

Geplant war in Uerkheim eine Mobilfunkantenne der Swisscom auf dem Schulhausdach. Der Grund: der Handy-Empfang in der Gemeinde mit 1300 Einwohnern ist seit Jahren schlecht oder nicht vorhanden.

Trotz Bedenken aus der Bevölkerung betreffend Strahlung, setzte sich der Gemeinderat für die Antenne ein. Die Gesundheit der Bevölkerung sei nicht beeinträchtigt oder gefährdet, hielt der Gemeinderat in den Versammlungsunterlagen fest.

Die Gegner der Antenne bemängelten den Standort auf dem Schulhaus, aber auch die Strahlung, die von der geplanten 5G-Antenne ausgehen würde.

Antenne auf Dach
Legende: Gibt es auch in Zukunft in Uerkheim nicht: eine 5G-Antenne auf einem Dach. Keystone / Symbolbild

Das Thema Handyantenne bewegt die Gemüter in der Gemeinde Uerkheim seit längerem. Dabei wurde es auch gehässig. So wurde bei Gemeindeammann Herbert Räbmatter ein handgeschriebener Drohbrief in den Briefkasten gelegt. «Ich habe am Wochenende nicht viel geschlafen. Auf dem Brief waren zwei Grabkreuze zu sehen», beschreibt Herbert Räbmatter die Situation. Zudem sei er auch beschimpft worden.

Ruhige Versammlung trotz Drohung

Darum waren bei der Versammlung auch zwei Polizisten der Regionalpolizei Zofingen anwesend. Zu diesem Schritt hätten ihm andere Gemeindeammänner geraten, so der Gemeindeammann von Uerkheim. Die Gemeindeversammlung verlief aber ruhig, «entspannter als wir erwartet hatten», so ein erleichterter Räbmatter.

Noch ist die Mobilfunk-Frage noch nicht ganz vom Tisch. Ein Referendum gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung ist möglich. Allenfalls müsse man auch einen anderen Standort für die Antenne suchen, denn ein Funkloch möchte Uerkheim nicht bleiben, so Räbmatter. Auf öffentlichem Grund sei eine Alternative aber schwierig. Auch ein privates Grundstück wäre aber theoretisch möglich.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von René Hürzeler  (Milan)
    Siebzig Jahre wohne ich in der Gemeinde. Gemeindeversammlung unter Polizeischutz habe ich auch noch nie erlebt. Ich will ja nicht sagen, dass früher alles besser war. Jeder soll seine Meinung haben, diese sagen, dem Anderen zuhören; aber drohen und beschimpfen, das geht niemals. Nach meiner Meinung hat das mit Anstand und Respekt zu tun! Ich bin da ganz der Meinung des Gemeinderats; jeder hat ein Handy keiner will die Antenne, sogar Kinder die zur Schule gehen besitzen so ein Ding.
    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Wie recht Sie haben, Herr Hürzeler.
  • Kommentar von Nick B.  (Akunin)
    Die Antenne auf dem Dach ist wesentlich unbedenklicher als ein Handy das die Leute Tag für Tag in den Händen halten. Aber man kann sicher einen geeigneteren Standort finden. Das man Drohungen wegen einer Mobilfunkantenne aussprechen muss ist einfach nur erbärmlich und armselig...
  • Kommentar von Rolf Wildhaber  (Sueno)
    Man muss sich einfach bewusst sein: Wenn man schlechten Empfang hat, strahlt das Handy am Ohr mit voller Leistung...