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Aargau Solothurn «Unnötiges Überholmanöver» bei Nebel: Zwei Tote in Seon

Die Strecke zwischen Seon und Schafisheim ist eine Tempo-80-Strecke. Ein grosser Teil der Strecke führt geradeaus. In der Nacht auf Sonntag kam es bei Dunkelheit und Nebel zu einem riskanten Überholmanöver. Ein Auto kollidierte mit einem anderen auf der Gegenfahrbahn. Zwei Personen wurden getötet.

Legende: Video Zwei Tote bei Verkehrsunfall im Aargau abspielen. Laufzeit 00:41 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.11.2014.

Der Unfall geschah kurz nach 1 Uhr in der Nacht, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilt. Drei Fahrzeuge fuhren aus Seon kommend hintereinander in Richtung Schafisheim. Die Sicht war ausserorts bei Nacht und Nebel schlecht.

Überholmanöver in Kurve, trotz Sicherheitslinie

Trotzdem überquerte in einer Rechtskurve das hinterste Auto die durchgezogene Sicherheitslinie und überholte die beiden anderen Autos. Es prallte frontal in ein entgegenkommendes Auto auf der Gegenfahrbahn. Dieses Auto fuhr korrekt.
In diesem Auto befanden sich zwei Ehepaare.

Ein 60-jähriger Schweizer, der das Auto fuhr, wurde getötet. Seine Ehefrau überlebte den Crash schwer verletzt. Auch die 50-jährige Schweizer Mitfahrerin starb noch auf der Unfallstelle. Ihr Ehemann überlebte. Aber auch er musste schwer verletzt in ein Spital gefahren werden.

Fünf Ambulanzen und Feuerwehr im Einsatz

zerstörtes Auto
Legende: Der Aufprall war heftig, sagt die Aargauer Kantonspolizei. Das Bild bestätigt diese Einschätzung. zvg

Auch der Unfallverursacher, ein 30-jähriger Italiener, wurde beim Unfall schwer verletzt. Von der Polizei veröffentlichte Bilder zeugen von einem heftigen Aufprall. Sie zeigen die komplett eingedrückte Front eines der beiden Autos und eine mit Trümmern übersäte Strasse.

Die Unfallopfer mussten durch Feuerwehrleute aus ihren Autos befreit werden. Fünf Ambulanzen standen nach Polizeiangaben im Einsatz. Die Seetalstrasse zwischen den beiden Dörfern war stundenlang gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat eine Untersuchung eröffnet.

Kein «Raser-Unfall»

Der Unfallhergang erinnert an ähnliche Unfälle, zum Beispiel in Schönenwerd. «Man kann in diesem Fall aber nicht von einem Raser-Unfall sprechen», erklärt Polizeisprecher Max Suter gegenüber Radio SRF. Die Angaben von anderen Autofahrern deute darauf hin, dass sich die Fahrzeuge im Nebel eher langsam bewegt hätten. Allerdings kann und will Suter keine genaueren Angaben machen. «Die Spezialisten müssen zuerst ihre Arbeit machen.»

Es war ein unnötiges Überholmanöver mit schrecklichen Folgen.
Autor: Max SuterMediensprecher der Kantonspolizei Aargau

Unabhängig vom Tempo ist klar: Das Überholmanöver ausgerechnet in der einzigen Kurve auf dieser Strecke war fatal. «Es war ein unnötiges Überholmanöver mit schrecklichen Folgen», fasst Max Suter zusammen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von B. Rosenberg, 8493 Saland
    Nebst dem Elend, dass dieser Unfallverursacher bei den Hinterbliebenen und bei dem näheren Umfeld der Unfallopfer angerichtet hat, wird er der Allgemeinheit in Zukunft noch Millionen von Franken an Heilung, Gerichts und allenfalls Gefängniskosten verursachen Sorry, der Solidaritätsgedanke und meine Mitmenschlichen Gefühle werden hier wieder mal arg strapaziert.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Trotz den schrecklichen Auswirkungen dieses Horror-Unfalls, versuche ich nun zum 4. (!) Mal, folgende Frage zu stellen: Warum war im obigen Bericht der getötete, korrekt fahrende Autofahrer ein "60-jährigen SCHWEIZER und der Unfallverursacher bloss ein "30-jährigen MANN"? So traurig auch dieser unverantwortlich entstandene Verkehrsunfall ist, aber eine Antwort auf meine 4 (!) Versuche sollte man von der Redaktion erwarten dürfen!
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    1. Antwort von Fannie Stauffer, Baden
      Und jetzt? Sind Sie zufrieden, dass es ein Ausländer war?
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    2. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Nein, Frau Stauffer, ich bin bloss zufrieden, dass im Artikel die rassistische (einseitige) Darstellung der Beteiligten korrigiert wurde! Entweder sind alle bei einem solchen Horrorunfall einfach "Frauen und Männer" oder die Nationalität ALLER wird genannt! Es geht nur um dieses Faktum! Wer daraus "Schlüsse" ziehen will, dem soll dies erlaubt sein.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Wie man es nennt ist egal, das Vorgehen meine ich, das Resultat ist: Fahrlaesige Toetung oder mehr, wer bei Nebel in einer Kurve die Sicherheitslinie ueberfaehrt nimmt bewusst den Tod Seiner und Anderer in Kauf!
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