US-Klage gegen Alstom-Manager wegen Bestechung

Ein hochrangiger Alstom-Manager, der auch am Schweizer Alstom-Sitz in Baden gearbeitet hat, ist ins Visier der US-Justiz geraten. Gegen den Mann ist Klage erhoben worden. Das gleiche gilt für einen pensionierten Ex-Mitarbeiter. Die Anklage lautet auf Bestechung.

Aussenansicht des Schweizer Sitzes in Baden, mit dem Logo der Alstom. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der angeklagte Alstom-Manager soll auch am Schweizer Sitz in Baden gearbeitet haben. KEYSTONE

Das US-Justizdepartement hat Klage erhoben gegen einen hochrangigen Alstom-Manager und einen pensionierten Ex-Mitarbeiter wegen Bestechung in Indonesien erhoben. Der Manager arbeitete im Verdachtszeitraum auch am Schweizer Alstom-Sitz in Baden.

Demnach sollen auch Schmiergeldzahlungen über Bankkonten von Alstom Power Schweiz erfolgt sein. Das berichtet die «Handelszeitung» und beruft sich auf die Anklageschrift, welche ihr vorliegt.

Über ein Schweizer Konto der Alstom-Tochter sollen zudem Transaktionen erfolgt sein mit dem Zweck, die Schmiergeldzahlungen an indonesische Behördenvertreter zu verschleiern.

Die mutmasslichen Schmiergeldzahlungen sollen zwischen 2002 und 2009 erfolgt sein und stehen in Zusammenhang mit einem 120-Millionen-Dollar-Auftrag für ein Kohlekraftwerkprojekt auf Sumatra.

 Dem hochrangigen Alstom-Manager drohen in den USA bis zu fünf Jahre Haft. Alstom Schweiz nimmt zu den konkreten Vorwürfen und zum laufenden Justizverfahren keine Stellung.