Verbesserter Hochwasserschutz am Unterlauf der Emme geplant

Mit 72 Millionen Franken will der Kanton Solothurn den Hochwasserschutz entlang der Emme weiter ausbauen. Mit den geplanten Massnahmen soll der Abschnitt zwischen dem Wehr Biberist und dem Mündungsbereich der Emme in die Aare bei Luterbach besser vor Überschwemmungen geschützt werden.

Der Unterlauf der Emme, der im Kanton Solothurn liegt, stand diesen Sommer im Fokus, als am 24. Juli nach einem schweren Unwetter im Emmental riesige Wassermassen talwärts schossen und sich bei Luterbach in die Aare ergossen.

Hochwasseralarm auch im Kanton Solothurn

1:56 min, aus Schweiz aktuell vom 24.7.2014

Gemäss den neusten Plänen soll in erster Priorität das Flussbett von heute rund 25 auf 40 bis 60 Meter verbreitert werden. Dazu müssen auch einzelne Dämme gebaut werden. Weitere Schutzmassnahmen betreffen den Schutz der Brücken vor Schwemmholz und die Sanierung der Uferverbauungen.

Ökologische Aufwertungen sollen zudem die Strukturvielfalt der Gewässerlandschaft erhöhen. Unter anderem entsteht im Emmenschachen in Luterbach, einem Auengebiet von nationaler Bedeutung, ein Hinterwasser als Aufenthaltsort für Jungfische und Stillgewässer für Amphibien.

Teure Deponiensanierung

Geplant ist ferner, die Bioschlammdeponie Biberist sowie die ehemaligen Kehrrichtdeponien Schwarzweg in Derendingen und Rüti in Zuchwil zu sanieren. An deren Stelle sollen Überflutungsflächen und neue Auenlebensräume entstehen. Die Sanierungen der Deponien allein verschlingen fast die Hälfte der Gesamtkosten von 72,3 Millionen Franken.

Rund 90 Prozent der Kosten werden durch Bund und Kanton getragen. Die verbleibenden Kosten teilen sich die vier betroffenen Einwohnergemeinden. Nun wird der Entwurf des kantonalen Erschliessungs- und Gestaltungsplans öffentlich aufgelegt.