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Legende: Audio Höhere Häuser für Zofingen abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 19.03.2019.
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Verdichtet bauen In Zofingen sollen höhere Häuser möglich sein

Um das geht es: Die Stadt Zofingen will ihre Nutzungsplanung revidieren, sprich die Vorgaben fürs Bauen in der Stadt ändern. Zofingen soll vor allem im Innern wachsen können. Dafür werden höhere Bauten zugelassen. Neu kann in bestimmten Wohnzonen bis 38 Meter hoch gebaut werden. Die Idee: Höhere Bauten erlauben mehr Grünfläche um das Gebäude herum. So soll die Wohn- und Lebensqualität garantiert werden, trotzt verdichtetem Bauen. Hochhäuser wie jenes in Oftringen sind nicht geplant.

Grafik zu Hochhäuser
Legende: ZVG / Planar 2016

Man wolle keine «Landmarks», keine Hochhäuser, die herausragen, betonte der Stadtrat. Man wolle höhere Bauten für grössere Grünflächen in der Stadt. Wer ein höhere Gebäude bauen will, muss ein Gestaltungsplan-Verfahren durchführen. Der Kanton muss also seinen Segen für ein Projekt geben.

Der Entscheid des Parlaments: Der Einwohnerrat Zofingen hat den Bauzonenplan mit 27 Ja- zu 12 Nein-Stimmen angenommen. Die teilrevidierte BNO wurde mit 28 Ja- zu 10 Nein-Stimmen bewilligt. Eine Urnenabstimmung ist nicht nötig, ausser jemand ergreift das Referendum.

Wegweisender Entscheid: Richtungsweisend – so betitelten Räte von Links bis Rechts die Vorlage des Stadtrats. Tatsächlich entscheide die neue BNO über das Zofinger Stadtbild. Sind 38-Meter-Häuser grössenwahnsinnig oder nötig? Die Räte waren sich nicht einig.

Mehrheitlich standen die Parteien hinter höheren Häuser, es gab aber viele «aber» im Einwohnerrat. Hat der Stadtrat zu viel Macht bei Bauprojekten? Braucht es für Gestaltungspläne noch genauere Zielvorgaben, wie das andere Gemeinden machen? Oder kann man dem Stadtrat vertrauen? Fragen, die über das künftige Stadtbild von Zofingen entscheiden.

Zofingen
Legende: SRF

Sinnvolle Bodennutzung: «Der Stadtrat nimmt den haushälterischen Umgang mit dem Boden und den Kulturlandschutz sehr ernst», sagte Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger mit Blick auf die neue Nutzungsplanung. «Die grüne Fläche, Spielplätze, Durchgangswege sollen dann der Öffentlichkeit zugänglich sein», forderten die Grünen im Parlament.

Ein Beispiel: Bereits angedacht ist höheres Bauen auf dem Areal der Swissprinters. Ein Areal, auf dem quasi ein neuer Stadtteil entstehen soll. 240 Wohnungen sind geplant, und auch höhere Häuser (38 Meter). Mit der teilrevidierten BNO kommt diese Arealentwicklung einen grossen Schritt weiter.

Swissprinters-Areal
Legende: zvg/Burkard Meyer, Testplanung

Grosse Verantwortung: Das Zofinger Parlament diskutierte länger über die Teilrevision der BNO. Gewissen Räten war das Ganze sogar zu viel Verantwortung. Sie forderten, dass das Stimmvolk über die Teilrevision der BNO abstimmen soll. Der Stadtrat argumentierte dagegen. Die Bevölkerung habe während der Mitwirkung und Auflage mitreden können, nun sei der falsche Moment.

«Die Vorlage ist sehr komplex. Wenn das Volk Nein sagt, wissen wir nicht, was wir ändern sollten», meinte Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger im Rat. Am Schluss kam der Antrag für ein Referendum zwecks Volksabstimmung nicht durch. Die neue BNO gilt, wenn niemand das Referendum ergreift.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Eine der schönsten Altstadt im Aargau, soll nun mit Hochhäusern verschandelt werden! Hoffentlich wird der Einwohnerrat doch noch mit einem Referendum zur Vernunft gebracht! Ich hatte schon mehrmals Gelegenheit, eine Stadtführung in Zofingen zu erleben. Dabei war schnell spürbar, welche traditionellen und schützenswerte Substanzen diese Kleinstadt in sich trägt. Nun soll diese Einzigartigleit dem ewigen "Bevölkerungs-Wachstum" geopfert werden und durch "Wolkenkratzer" urbanisiert werden!
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Eine qualitativ hochwertige Verdichtung der Besiedlung ist zu begrüssen und entspricht auch den Vorlieben der urban gesinnten Leute. Es gibt aber einen grossen Bevölkerungsanteil, der gerne sein „Hüsli mit Garten“ hat, ob das nun den Architekten und Stadtplanern passt oder nicht.
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