Verkauf von Schloss Bad Zurzach gescheitert

Bis Ende Jahr läuft noch das Verkaufsmandat für das Schloss. Viele interessierten sich dafür, kaufen wollte es aber niemand. Zu teuer, zu gross, zu speziell, zu viel Denkmalschutz – so wurden die Absagen begründet. Nun soll das Schloss vermietet werden.

Schloss Bad Zurzach Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Schlössli in besseren Zeiten, als es noch Museum war mit Restaurant und Park. Bad Zurzach Tourismus

Wer 18 Millionen Franken hat, bekommt das Schloss. Es hat mehrere Stöcke, jede Etage bietet 300 Quadratmeter Wohnfläche. Die Lage könnte besser nicht sein: Sicht auf den Rhein, Park rundum, kein Autolärm und der Bahnhof ist in Sichtweite.

Ein Traumobjekt? Offenbar nicht, denn ein Käufer wurde bis jetzt nicht gefunden. Alles hat die Besitzerin, die Antonie Deusser-Stiftung, bis jetzt versucht. Zuerst wollte man das Grundstück nur im Baurecht abgeben.

Dann wollte man es en bloc verkaufen. Auch das funktionierte nicht. Im September 2012 wurde ein Gutachten mit präzisen Zahlen präsentiert. Das Schloss, ein Mehrfamilienhaus und eine Baulandparzelle wurden für 18 Millionen Franken angeboten.

Viele Interessenten, aber nur Absagen

Ein Zürcher Immobilienbüro erhielt ein Mandat für den Verkauf des Schlosses samt Umschwung. Am 31. Dezember läuft das Mandat ab. Der Verkauf ist gescheitert. Interessenten habe es zwar viele gegeben, sagt Marco Bottani, Präsident der Antonie Deusser-Stiftung, aber am Schluss hätten alle abgesagt.

Das Schloss ist das Pièce de Résistance. Obwohl ein wertvoller Bau und trotz der guten Lage will es niemand kaufen. Es ist zu speziell, zu sehr ein Liebhaberobjekt. «Man kann darin wohnen als Schlossherr», sagt Bottani dem Regionaljournal AG SO von Radio SRF. «Aber für eine gewerbliche Nutzung ist es leider nicht geeignet.»

Das Gebäude ist ein Denkmal, also kantonal geschützt. Die Substanz muss erhalten bleiben, die Grundrisse innerhalb des Gebäudes auch. Umbauten sind also nicht möglich. «Nur die sanitären Anlagen kann man neu machen. Alles andere muss bleiben», stellt Bottani fest.

Wie weiter? Die Stiftung lässt sich nicht in die Karten blicken. Man habe einen Plan B, sagt Marco Bottani. Diesen Plan werde man im Januar 2014 präsentieren. Nun kann man spekulieren. Wenn eine Verkauf nicht möglich ist, bleibt wohl nur die Vermietung. Irgendwie müssen ja die Unterhaltskosten des Schlosses, immerhin 150'000 Franken pro Jahr, wieder hereingeholt werden.