Vermehrt Einbrüche in Nordwestschweizer Schützenhäuser

In den Kantonen Baselland und Solothurn befasst sich die Polizei aktuell mit fünf Einbrüchen in Schützenhäuser. Seit Anfang Juni wurde im Baselbiet zweimal in Zwingen und einmal Duggingen in ein Schützenhaus eingebrochen. Im angrenzenden solothurnischen Schwarzbubenland traf es Büsserach doppelt.

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Einbruchsserie in Schützenhäuser

2:16 min, aus Schweiz aktuell vom 22.7.2016

Bei den Einbrüchen seien Waffen, Munition, Waffenverschlüsse und weiteres Zubehör entwendet worden, teilte die Baselbieter Polizei am Freitag mit. Was genau alles entwendet wurde, habe noch nicht abschliessend geklärt werden können.

Bislang ist ein gesicherter Fall von einem entwendeten Sturmgewehr bekannt. Es ist aber noch unklar, ob die Waffe einsatzbereit ist. In Büsserach wurden rund 1000 Patronen gestohlen.

«Phänomen nicht neu»

Gemäss den Kenntnissen der Baselbieter Polizei waren die Waffen korrekt gelagert. Die Täterschaft richtete einen grossen Sachschaden an. Von den Einbrechern fehle derzeit jede Spur. Zu den laufenden Ermittlungen will die Polizei aus taktischen Gründen keine Angaben machen.

Schützenhaus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schiessutensilien sollten am besten gar nicht im Schützenhaus deponiert werden, schreibt die Polizei. (Symbolbild) Keystone

Es gebe keinerlei Indizien, dass die Vorfälle terroristischen Hintergrundes seien, schreibt die Polizei. Trotzdem werden Schützenvereine um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Schiessutensilien sollten sie zudem – wenn immer möglich – verschlossen und getrennt aufbewahren und sie am besten gar nicht im Schützenhaus zurückzulassen.

Das Phänomen solcher Einbrüche sei nicht neu, die Häufigkeit jedoch schon, heisst es ausserdem von Seite der Polizei.