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Zu wenig Kompetenzen: Die Schulpflege darum abschaffen?
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.09.2020.
abspielen. Laufzeit 02:27 Minuten.
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Volksabstimmung Der Schulpfleger, der sich selbst abschaffen will

Roger Lussi wurde vor 13 Jahren in die Schulpflege Strengelbach gewählt. Seit fünf Jahren ist er Schulpflegepräsident. Und trotzdem setzt sich Lussi dafür ein, dass im Kanton Aargau die Schulpflegen und damit sein Posten abgeschafft wird. Die Schulpflege habe zu wenig Kompetenzen und sei damit hinfällig geworden. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen erstelle er zwar das Budget für die Schule. Anstatt selbst zu entscheiden oder die Planung an der Gemeindeversammlung genehmigen zu lassen, gehe das Budget an den Gemeinderat. «Diese Doppelspurigkeiten ergeben einfach keinen Sinn.»

In den Schulpflegen gebe es viele Rücktritte, so Roger Lussi. Viele Leute seien beruflich gefordert. Und die Arbeit in der Schulpflege sei für sie zum Teil frustrierend. «Wenn man als Führungsperson in ein solches Gremium kommt und dann einen Lehrer-Apéro organisieren darf, dann ist das zwar schön. Wenn man aber auf der anderen Seite keine Finanzkompetenz hat, dann muss man sich schon fragen, ob man am richtigen Ort ist.»

Nur eine Einzelmeinung?

Die Argumentation für die Abschaffung der Schulpflege von Roger Lussi aus Strengelbach oder auch des Schulpflegepräsidenten von Möhlin seien die Meinungen von Einzelpersonen. Das sagt Colette Basler, Vize-Präsidentin des Verbands der Aargauischen Schulpflegepräsidentinnen und -präsidenten. In einer Umfrage des Verbands habe sich gezeigt, dass die Mitglieder die Behörde nicht abschaffen wollten, sondern weiterentwickeln. 91 Prozent der Schulpflegen seien gegen eine Abschaffung.

Das Problem der schwierigen Suche nach Personen für die Schulpflege sei übrigens kein Einzelfall. Auch für Gemeinderäte sei dies nicht einfach. Das Amt in der Schulpflege sei zudem keinesfalls unattraktiv. Basler ist Schulpflegepräsidentin in Zeihen. «Wir können sehr viel mitgestalten in der Schule. In unserem Dorf machen wir im Moment eine Draussen-Schule. An solchen Projekten mitdenken und mitarbeiten finde ich ausserordentlich befruchtend.»

In einem Punkt sind sich Roger Lussi aus Strengelbach und Colette Basler aus Möhlin aber einig: Die Schulpflege habe zu wenig zu sagen. Basler möchte die Behörde deshalb weiterentwickeln, Lussi findet sie überflüssig und möchte sie abschaffen.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 7.9.2020;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    JA zur Änderung des Schulgesetzes

    Wozu haben wir denn die teuren Schulleitungen installiert? Müsste man nicht den Leistungsauftrag der Schulleitungen einmal überprüfen? Braucht es so viele Sitzungen mit den Lehrer*innen? Was bringen die von den Schulleitungen ausgesuchten Weiterbildungsangebote der Lehrerschaft? Über einen neuen Leistungsauftrag an die Schulleitungen könnten dann die strategischen Aufgaben der Schulpflegen ohne Mehrbelastung von den Schulleitungen übernommen werden.