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Legende: Audio Hat Wettingen den Klimanotstand ausgerufen? Befürworter und Gegner sind sich uneinig. abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 06.09.2019.
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Vorstoss im Einwohnerrat Wettingen will den Klimanotstand – aber nur halbherzig

  • Die Fraktion SP/WettiGrüen des Wettinger Einwohnerrates hat den Gemeinderat in einem Postulat dazu aufgefordert, den Klimanotstand auszurufen.
  • Im Einwohnerrat hat das Postulat gestern Abend für Diskussionen gesorgt – der Rat stimmte schlussendlich zu, mit 22 JA zu 15 Nein Stimmen.
  • Der Wettinger Gemeinderat muss nun mögliche Massnahmen prüfen.

Vor dem Ratssaal standen einige Jugendliche mit Plakaten: «Klimaschutz Gopfridstutz» oder «Handle jetzt oder schwimme später» war darauf zu lesen. Im Saal drinnen, dauerte die ganze Klimadiskussion länger, als im Vorfeld erwartet wurde.

Es sei höchste Zeit etwas zu machen, mahnte die Ratslinke. In einem Postulat hatte sie Massnahmen gegen den Klimawandel gefordert, unter anderem soll der Gemeinderat bei neuen Projekten und Massnahmen jene Variante wählen, die dem Klima am wenigsten schadet und ökologisch am besten verträglich ist.

Alles bloss Wahlkampf?

Für die Kritiker im Einwohnerrat, vor allem CVP und SVP, ist diese Forderung bloss «billiger Wahlkampf» und «warme Luft». Auch ihnen liege das Thema Klimawandel am Herzen, betonten verschiedene Kritiker, ihnen sei aber unklar, was die Gemeinde mit diesem Postulat anfangen soll.

Bei der Abstimmung setzte sich jedoch die Ratslinke durch, mit Hilfe der FDP. 22 Ja zu 15 Nein Stimmen lautete das Resultat. Aber: Was heisst das nun für die Gemeinde Wettingen? Hat sie wirklich den Klimanotstand ausgerufen? Darüber waren sich Gegner und Befürworter uneinig. Der zuständige Gemeinderat Martin Egloff betont: «Nein, Wettingen hat nicht den Klimanotstand ausgerufen. Dies ist nur ein Prüfauftrag, welche Massnahmen wir umsetzen und wie wir sie umsetzen wollen.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Meier  (wm)
    "Etwas machen"? Ja, was denn???
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  • Kommentar von Julian R  (JuRo)
    Der Klimanotstand hat meines Wissens lediglich symbolische Wirkung in der Politik. Es gibt also dadurch keine konkret ableitbaren Verpflichtungen für Politiker. Wichtig finde ich, darauf hinzuweisen, dass wir - als eine der reichsten Gesellschaften und Nationen dieser Erde - durchaus eine Art Vorbildfunktion haben. Solange unsere Konzerne international schlimme Schäden anrichten, können wir durchaus etwas tun. "Aber die Anderen machen auch nichts" ist kein Argument mehr. Nehmt Junge ernst!
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Bleiben wir realistisch: Auch wenn wir einige Massnahmen für das Klima beschliessen, können wir nicht viel mehr machen als unsere Nachbarländer. Alles andere ist doch illusorisch.
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