Warnungen über Facebook und App: Aargauer Polizei ist zufrieden

Die Kantonspolizei Aargau möchte näher an der Bevölkerung sein. Deshalb hat sie vor einem halben Jahr eine neue Informationsstrategie lanciert, bei der sie den direkten Kontakt mit der Bevölkerung sucht. Die Bilanz fällt positiv aus.

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Bildlegende: Wird irgendwo eingebrochen, informiert die Kantonspolizei Aargau auch über Facebook und Twitter. Keystone

Meldungen über Verbrechen, Zeugenaufrufe oder Warnungen über potenzielle Verbrechen verbreitete die Kantonspolizei Aargau bis vor Kurzem mehr oder weniger ausschliesslich über die Medien.

Um die Bevölkerung besser erreichen zu können, hat sie vor einem halben Jahr ihre Strategie geändert. Seither setzt sie auf einen direkteren Draht zur Bevölkerung.

Sie verbreitet ihre Polizeimeldungen nun auch beispielsweise auf einer neuen Facebook-Seite oder über das Kapo-App, welches auch Push-Meldungen verschickt. «Wir sind sehr erfolgreich mit dieser neuen Strategie», bilanziert Polizeisprecher Bernhard Graser. Es sei gelungen, die Bevölkerung vermehrt zu sensibilisieren für die Polizeiarbeit.

Mehr Hinweise aus der Bevölkerung

Zwar gäbe es keine Statistik, wie viele Hinweise mithilfe dieser neuen Strategie bei der Polizei einträfen und wie viele davon Verbrechen verhinderten oder aufklärten, aber: «Die Einsatzzentrale berichtet ganz klar von mehr Hinweisen aus der Bevölkerung zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen seit wir mit der neuen Strategie fahren.»

Aufwand und Ertrag stimmten derweil überein, führt Polizeisprecher Bernhard Graser weiter aus. Zwar sei man zu Beginn skeptisch gewesen, ob man mit dem vorhandenen Personaletat Facebook und die anderen Informationskanäle ausreichend bewirtschaften könne, diese Skepsis habe sich aber als unbegründet herausgestellt.