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Die dritte Abschaltung in diesem Jahr
Aus Tagesschau vom 28.12.2019.
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Wegen «technischer Störung» AKW Leibstadt ist vom Netz

  • Das Atomkraftwerk Leibstadt ist am Samstagmorgen wegen einer technischen Störung abgeschaltet worden.
  • Das Werk sei vom Stromnetz getrennt worden, heisst es auf der Homepage des Kernkraftwerks.
  • Man wolle die Anlage so bald wie möglich wieder in Betrieb nehmen – nachdem die Ursache der technischen Störung geklärt sei.

Die Störung habe sich im Turbinenteil der Anlage, also im nicht-nuklearen Teil, ereignet, sagt Thomas Gerlach, Mediensprecher des AKW, auf Anfrage von SRF News. Die Suche nach der Ursache ist noch im Gang.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi), das die Kernanlagen in der Schweiz beaufsichtigt, teilt mit, dass der Schutz von Mensch und Umwelt zu jeder Zeit gewährleistet gewesen sei. «Die Anlage befindet sich in einem sicheren Zustand», schreibt das Ensi. Das Messnetz zur automatischen Überwachung in der Umgebung der Kernkraftwerke habe keinen Anstieg der Radioaktivität gezeigt.

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Aus dem Archiv: Wie sicher ist die Schweizer Atomkraft?
Aus SRF News vom 01.12.2019.
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Dritte Schnellabschaltung in diesem Jahr

Bereits im April und im Mai 2019 war es in Leibstadt zu zwei Reaktorschnellabschaltungen gekommen. Beide hatten die gleiche Ursache. Laut der Aufsichtsbehörde führte damals ein fehlerhaftes Verhalten eines Messwertumformers zu falschen Messwerten in einem Kanal der Frischdampfdruckmessung. Diese lösten ein schnelles Schliessen der Turbineneinlassventile aus. Die Anlage reagierte daraufhin mit einer Reaktorschnellabschaltung, die normal verlief.

Nach dem zweiten Vorkommnis tauschte das Kernkraftwerk Leibstadt den ganzen Umformer aus. Untersuchungen zeigten Kontaktprobleme zwischen übereinander angebrachten Platinen als Ursache für die temporären Messwertschwankungen. Da die Messwertschwankungen aufgrund der Kontaktprobleme bei den folgenden Prüfungen des Umformers nicht mehr auftraten, wurde der Fehler als behoben betrachtet.

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«Das hat es in der Schweiz in den letzten zehn Jahren nie gegeben»
Aus News-Clip vom 28.12.2019.
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«Drei Schnellabschaltungen innerhalb eines Jahres – das hat es in der Schweiz in den letzten zehn Jahren nie gegeben», sagt Nils Epprecht, Geschäftsleiter der atomkritischen Schweizerischen Energiestiftung. Die vielen Schnellabschaltungen stellten dem Betrieb des AKW Leibstadt kein gutes Zeugnis aus, so Epprecht.

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Tschopp  (Willi Tschopp)
    Frau Alt-Magistratin Leuthard, Sie, welche anno dazumal die Stunde der Energiewende eingeläutet haben, Ihr Kommentar zur allgemeinen Lage wäre auch wieder einmal gefragt, nach dem erst vor kurzem, endgültig besiegelten Ende von Mühleberg und jetzt schon wieder dieser Total-Ausfall von Leibstadt.
    Schon lange nichts mehr von Ihnen gehört!
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  • Kommentar von Peter Stutz  (Peter Stutz)
    Das AKW Leibstadt wurde bekanntlich in weiser Voraussicht direkt an die deutsche Grenze gestellt. Bei einem zehntausendjährlichen oder hundertausendjährlichen Atomunfall wird es die Radionukloide bei der Haupwindrichtung Südwest schön über ganz Deutschland verbreiten, so dass Hamburg stärker strahlt als Aarau in unmittelbarer Nähe von Leibstadt. Siehe Studie des Institut Biosphère in Genf. Dem sagt man erfolgreiche Auslagerung von Problemen.
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  • Kommentar von Thomas Brand  (tomcomm)
    Wenn es hier AKW Spezialisten hat würde mich interessieren, in welchem Mass Software bei der Steuerung eine Rolle spielt. Diese wurde ja wohl mehrfach Zeile für Zeile von entsprechenden Stellen überprüft um jegliche Pufferüberläufe auszuschliessen nehme ich an. Anzahl Code Zeilen im EInsatz für ein AKW, diese Metrik wäre interessant zu erfahren.
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