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Im Kanton Aargau wird die fünfte Wildtierwarnanlage installiert.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 15.06.2020.
abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
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Weniger Wildunfälle im Aargau Technik rettet Reh, Fuchs und Dachs vor dem Auto

  • Zwischen Birr und Brunegg saniert der Kanton Aargau die Kantonsstrasse.
  • Teil des Projekts ist die Installation einer Wildtier-Warnanlage; es ist die fünfte im Kanton Aargau.
  • Der Einsatz solcher Anlagen lohne sich trotz hoher Kosten, ist man beim Kanton überzeugt.

Überquert ein Reh im Bereich einer Wildtier-Warnanlage die Strasse, wird es von Bewegungssensoren registriert. Dies führt dazu, dass einige hundert Meter weiter mehrere Warnschilder entlang der Strasse aufleuchten.

So werden die Autofahrer vor Tieren gewarnt und auch wirklich nur dann, wenn tatsächlich ein Tier auf der Strasse ist. Dies im Gegensatz zu den herkömmlichen Wildwechsel-Warnschildern, die von Autofahrerinnen und Autofahrern kaum beachtet werden.

Die Unfallzahlen sinken massiv

Die Anlage zwischen Birr und Brunegg ist die fünfte im Kanton Aargau. Zwei stehen bereits im Boowald zwischen Vordemwald und St. Urban, je eine zwischen Seon und Schafisheim und zwischen Kaisten und Sisseln. Die bisher gesammelten Erfahrungen seien äusserst positiv, sagt Erwin Osterwalder, Fachbereichsleiter Jagd bei der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons.

«Auf der Strecke im Boowald sind die Unfallzahlen von mehreren Dutzend pro Jahr auf null oder eins gesunken», so Osterwalder. Die Anlagen bewährten sich, auch wenn sie nicht billig seien. Je nach Anzahl Kurven und damit Anzahl Bewegungsmelder, die installiert werden müssen, kostet eine Anlage etwa 50'000 bis 150'000 Franken.

Drei weitere Anlagen geplant

Erwin Osterwalder betont aber, dass die Anlagen nur dort installiert werden, wo es sinnvoll sei. Etwa bei Unfallschwerpunkten und in den Wildtierkorridoren. Ausserdem werden die Wildtier-Warnanlagen nur dann gebaut, wenn der Kanton die Strasse sowieso saniert – wie aktuell zwischen Birr und Brunegg.

Im Verhältnis zu den Gesamtkosten von 5 Millionen Franken für diesen Strassenabschnitt erscheinen die 50'000 Franken für den Schutz der Tiere denn auch nicht mehr besonders hoch. Aufgrund der guten Erfahrungen seien aktuell noch mindestens drei weitere Anlagen geplant, heisst es beim Kanton.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 16.06.2020, 6:31 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Claude Wüthrich  (Glodi)
    fahre fast täglich morgens 2.00h in sehr ländlicher Gegend los zur Arbeit. Da ein Reh, dort ein Igel und während bzw. nach der Saison der auf der Fahrbahn viele sitzende Frösche!? Die Katze da, der Fuchs dort etc. Ich stelle mir die Frage, wer nun das Wild darstellt. Die Fauna oder wir die Menschen? Wem, ausser dem Menschen, nützt die Strasse, welche wir mit technischen Hilfsmitteln sogar noch kaputtmachen? Jedenfalls keinem Wesen aus der Fauna, das als schlicht als Wild dargestellt wird,
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Eine gute Lösung, weil die Schilder wirklich nicht viel gebracht haben. Wenn ich Abends von Burgdorf nach Langenthal gefahren bin, haben mich die meisten Automobilisten mit vollem Tempo überholt, obwohl sie um die Gefährlichkeit wissen aber es einfach ignorieren. Viele dieser Fahrer haben ja gar keine Ahnung was so ein Tierunfall für Folgen haben kann.
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  • Kommentar von Matthias Rey  (matthiasrey)
    Als Autofahrer fahre ich nie schneller, als ich auf Sichtweite bremsen kann. Schon oft musste ich anhalten wegen Tieren auf der Strasse, Licht auf Standlicht, evtl. Warnblinklampe ein und die Tiere beobachten - echt romantisch! Die Gefahr sind also in der Tat Tiere, die vor das fahrende Auto auf die Strasse springen, unter Umständen sogar seitlich ins Fahrzeug springen oder sogar von hinten, wie mir jemand berichtet hat.
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    1. Antwort von Claude Wüthrich  (Glodi)
      wer ist für wen eine Gefahr? Wer von beiden hat das vordringlichere Recht ? Geld oder Natur?
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