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Windphänomen bei Oensingen
Aus Schweiz aktuell vom 19.01.2018.
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Wetterphänomen Darum stürmts in Oensingen besonders heftig

Wegen dem Düseneffekt gibt es in Oensingen besonders heftige Böen. Ein Windschutz für die Autobahn ist aber kein Thema.

Ob bei Burglind oder Evi: zweimal innert zweier Wochen sorgt der Wind in Oensingen für Verkehrsprobleme. Einmal auf der Autobahn, einmal auf den Schienen. Lastwagen fielen um, Dächer landeten auf den Geleisen. Es ist kein Zufall, dass zweimal Oensingen betroffen war.

Umgestürzter Lastwagen
Legende: 3. Januar 2018: Wegen den umgestürzten Lastwagen und Lieferwagen war die Autobahn A1 mehrere Stunden gesperrt. Keystone

Der Grund für das Phänomen in Oensingen sei die Klus, also der Einschnitt in der Jurakette zwischen Oensingen und Balsthal, sagt Thomas Kleiber von SRF Meteo. Da die Jurakette wie eine Staumauer wirke, sei die Klus wie ein Leck in dieser Staumauer zu verstehen.

Düseneffekt spielt in der Klus

Es käme dort zu einem Düseneffekt, so Kleiber von SRF Meteo. Viel Luft müsse durch eine enge Stelle, was den Luftstrom verstärke. Zum Düseneffekt komme in der Klus aber nur bei Nord- oder Westwind. Weht der Wind parallel zur Jurakette kommt es nicht zum Phänomen.

Umgestürzter Lieferwagen
Legende: 14. September 2017: Eine starke Windböe wehte auf demselben Autobahnstück bei Oensingen einen Lieferwagen um. Keystone

Weil es nicht allzu häufig zu solchen Orkanböen käme, drängten sich keine Schutzmassnahmen entlang der Autobahn auf, sagt Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen Astra, gegenüber SRF.

An besonders exponierten Stellen gibt es die Möglichkeit durch einen Windsack die Autofahrer auf die Gefahr von Seitenwind aufmerksam zu machen. Das entsprechende Warnschild gibt es dagegen nicht mehr. Die Auto- und Lastwagenfahrer seien selber verantwortlich, ob sie bei starkem Wind unterwegs sein möchten, so Rohrbach.

Blech auf Schienen
Legende: Sturm Evi fegte ein Dach weg. Die Zugstrecke Solothurn-Olten war wegen eines Dachs auf den Geleisen unterbrochen. Keystone

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Etter  (Philipp Etter)
    Herrn Rohrbach würde ich empfehlen, mal ein einwöchiges Praktikum zu machen bei einem x-beliebigen Transportunternehmer. Wäre möglich, dass er danach eine etwas realistischere Sicht hätte auf die Arbeitsbedingungen in diesem Gewerbe!
    1. Antwort von Sam M.  (sam_mas)
      Herr Rohrbach hat grundsätzlich Recht, Sicherheitsbedenken sollten vor ökonomischen Überlegungen kommen. Schliesslich ist der Verlust im Schadenfall grösser. Vergleichen Sie mit einer Rettungsaktion der Rega, diese verlässt bei schlechten Bedingungen nicht einmal die Basis.
  • Kommentar von Ernst Boller  (BOER)
    @ Thomas Rohrbach: Glauben Sie denn, die Lastwagenfahrer hätten viel Spielraum bei der Entscheidung, ob sie fahren sollten? Habe selten solche einen Blödsinn gelesen.
    1. Antwort von marc rist  (mcrist)
      Die Fahrer wohl nicht. Aber zumindest der Boss sollte etwas weiter denken. Bei den aktuellen Wetterbedingungen Jumbo-LKWs mit Anhänger auf die Reise zu schicken, fordert das Unglück geradezu heraus. Nicht ganz ausgeschlossen, dass das auch die Versicherungen so sehen.
    2. Antwort von Rudolf Ammann  (ächtjetzt?)
      Das ist wirklich Schwachsinn @ AstraRohrbach
    3. Antwort von Sam M.  (sam_mas)
      Klar haben sie aus betrieblichen Gründen keinen Spielraum, aber manchmal wäre ein bisschen Vernunft und Verantwortung nicht unangemessen. Aus dieser Sicht ist die Aussage durchaus verständlich.