Widen bleibt dabei: Gebiet Rebberg wird nicht eingezont

Es war die dritte Abstimmung zum Thema, das Verdikt ist nun deutlich: Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Widen lehnen die Einzonung im Gebiet «Rebberg» ab. Die Referendumsabstimmung fiel deutlich aus: Mit 1013 Nein-Stimmen gegen nur 649 Ja.

Modell einer Wohnüberbauung im Gebiet Rebberg Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Diese Überbauung bleibt ein Modell: Das Stimmvolk von Widen hat die Einzonung im Gebiet Rebberg deutlich verworfen. zvg

Es geht um eine Hektare Landwirtschaftsland im Gebiet Rebberg: Seit Jahren streitet Widen darüber. Der Gemeinderat wollte das Gebiet einzonen und damit «hochwertigen Wohnraum» für Terassenhäuser schaffen. Zwei Mal wurde dieses Ansinnen jedoch an Gemeindeversammlungen verworfen: 2012 mit 171 gegen 94 Stimmen, ein Jahr später mit 133 gegen 120 Stimmen.

Der Gemeinderat war den Gegnern zuvor entgegen gekommen: Das Gebiet wurde von 1,2 Hektaren auf eine knappe Hektare verkleinert, die Ausnützungsziffer wurde verkleinert, die Grenzabstände vergrössert. Erfolglos, wie das Abstimmungsresultat zeigte.

Nach der letzten Gemeindeversammlung kämpfte dann ein Referendumskomittee für die Einzonung: Es sammelte 311 Unterschriften und provozierte damit die Volksabstimmung. Nun ist das Verdikt aber klar: Auch in dieser Abstimmung fiel die Einzonung Rebberg deutlich durch.

Die Mehrheit in Widen will die besondere Landschaft unverbaut belassen und setzt damit auch ein Zeichen gegen die Zersiedelung. Referendumsführerin Elisabeth Sailer erklärte gegenüber Radio SRF ausserdem, die Entwicklung des Dorfes sei mit diesem Entscheid nicht gefährdet: «Es wurden ja immerhin sonst noch zwei Hektaren Land eingezont, an anderen Orten kann künftig verdichtet gebaut werden.»