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Legende: Audio Haben freilebende Wisent bei uns keine Chance? abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
02:14 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.04.2019.
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Wisent in Deutschland Doch keine Freiheit für Wisent im Thal?

Darum geht es dem Verein Wisent Thal: Der Verein will im Solothurner Jura Wisente wieder ansiedeln. Die europäischen Bisons waren früher bei uns heimisch. Als erstes will der Verein ein über 100 Hektaren grosses Gehege bauen, in welchem die Tiere fünf Jahre leben und beobachtet werden können.

Wenn alles gut geht, sollen sich die Tiere danach frei bewegen können, ohne Gehege. Gegen die Ansiedlung von Wisenten wehren sich Anwohner, Förster, Jäger und der Solothurner Bauernverband. Die Idee hat aber auch prominente Befürworter, so zum Beispiel CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt, er ist Präsident des Vereins Wisent Thal.

So geht es beim Verein Wisent-Welt Wittgenstein: 2013 setzte der deutsche Verein im Rothaargebirge in Deutschland eine Wisentherde aus. Die Wisente konnten sich in der Wildnis frei bewegen. Wie die NZZ berichtet, ist es mit der Freiheit für die Wisente aber nun vorbei: Sie müssen in einem Waldgebiet von 1500 Hektaren eingezäunt werden.

Die Einzäunung ist ein Kompromiss, nachdem es zu heftigen Streitereien inklusive Gerichtsklagen gekommen war. Angeblich hätten die Wisente die Bäume zum Ärger der Waldbesitzer teilweise regelrecht geschält.

Das bedeutet der Fall aus dem Nachbarland für den Solothurner Verein: Aus Sicht von Otto Holzgang, Projektleiter des Vereins Wisent Thal, lassen die Probleme in Deutschland keine Rückschlüsse auf die Schweiz zu. «Allein die Rechtslage ist in Deutschland schon ganz anders als in der Schweiz.» Der Verein Wisent Thal mache genau so weiter wie geplant, so Holzgang.

Das bedeutet der Fall Wittgenstein für die Wisent-Gegner: Die Wisent-Gegner sehen sich durch die Probleme in Deutschland in ihrer Haltung bestätigt. Edgar Kupper vom Solothurner Bauernverband sagt: «Wenn es dort im entlegenen Rothaargebirge nicht funktioniert, wo die land- und forstwirtschaftliche Nutzung viel geringer ist als im Thal, dann wird es bei uns garantiert auch nicht funktionieren.»

So geht es weiter: Der Verein Wisent Thal hatte ein Baugesuch für einen Eletrozaun eingereicht, welcher eine Fläche von 100 Hektaren umfasst. Das Gehege soll in den Gemeinden Welschenrohr und Balm bei Günsberg gebaut werden, dort sind 18 Einsprachen eingegangen.

Diese Einsprachen und auch das Baugesuch werden aktuell vom Baudepartement des Kantons Solothurn behandelt. Der Verein Wisent Thal ist zuversichtlich, die Herde noch in diesem Jahr aussetzen zu können. Die Gegner sind zuversichtlich, dass das Projekt vorher gestoppt wird.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Bühler (Capten Demokratie)
    Schaut doch ins Dällholtzli in Bern. Solannge jemand für gute Bedingungen sorgt wie dieser Verein wird das keine Probleme geben. Denn im Tierpark gibt es auch keine mit den Wisent. Seit nicht so Bünzlig und Probiert es einfach mal aus. Auch dort gubt es Potenzial das ganz zu vermarkten und was für die Region rauszuholen.
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  • Kommentar von Marc Bühler (Capten Demokratie)
    Nun, in Deutschland funktioniert mommentan sowieso nichts. Weder können sie die Bahn Infrastruktur für die Neat zufuhr bauen, noch ein Flughafen. Aus einem Bahnhof (Stuttgard 21) wird eine Haltestelle weil forschriften nicht eingehalten werden können. Usw usw. Ich meine in Deutschland wurden Soldaten eingesetzt um die Wildschwein Population einzudämmen, mann muss sich das mal vorstellen. Mit dem Sturmgewehr auf Schweine Schiessen. Wir sollten uns nicht an Deutschland orientieren!
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  • Kommentar von Nic Grund (Gruendeli)
    Jäger, Förster und (konventionelle) Bauern. 3 Gruppen denen man schleunigst die Macht und die Lobby beschneiden muss, sonst ruinieren sie noch die letzte Natur die uns noch bleibt.
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