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Aargau Solothurn Wo hat es Platz für 200‘000 zusätzliche Einwohner?

Der Aargau soll mehr und konzentriertere Siedlungsgebiete erhalten. So will die Regierung das Bevölkerungswachstum auffangen und die Vorgaben des Bundes umzusetzen.

Der Kanton Aargau soll weiterhin massiv wachsen. Die Regierung hat ihre Pläne präsentiert. Die Reaktionen der Parteien fallen unterschiedlich aus. Doch zuerst die Zahlen:

  • Bis 2040 könnten im Aargau 800‘000 Personen leben
  • Dies sind 200‘000 Einwohner mehr als heute
  • Im Aargau hat es 3000 Hektar (entspricht etwa 4200 Fussballfeldern) Baulandreserven
  • Die Regierung möchte zusätzliche 300 Hektar (420 Fussballfelder) zusätzlich einzonen

Die Frage ist nun: Wo? Die Regierung hat im revidierten Richtplan festgelegt, wo diese Gebiete sind und wie dicht im Aargau grundsätzlich gebaut werden soll.

Grundsätzlich gut – aber …

CVP und FDP finden den neuen Richtplan grundsätzlich gut. Gut für die Interessen der Regionen und gut, weil neben den Siedlungsgebieten auch Reserven für Gewerbe und Landwirtschaft vorgesehen sind. 150 Hektar hat die Regierung dafür ausgeschieden. Land, das bis jetzt noch nicht fix zugeteilt wurde.

Bauprofile auf einer Wiese
Legende: Wieviel zusätzliches Bauland soll es geben? Die Parteien sind sich uneinig. Keystone

Die Hälfte davon kann eingesetzt werden, wenn Gemeinden ihre Arbeitszonen vergrössern wollen oder wenn neue Betriebe angesiedelt werden. Diese dezentralen Strukturen befürwortet auch der Aargauische Gewerbeverband.

Die SP hingegen will, dass dieses «Reserveland» anderswo kompensiert, das heisst ausgezont wird. Genauso sehen dies die Tierschutzorganisationen. Sie finden, das Siedlungsgebiet solle nicht grösser werden als heute. Verdichten ist ihre oberste Priorität und das prognostizierte Bevölkerungswachstum von plus 200‘000 finden sie zu hoch angesetzt.

So geht das nicht!

Am kritischsten wird der Entwurf zum neuen Richtplan von EVP und SVP beurteilt. Die EVP fokussiert einzig und allein auf einen Punkt: Sie verlangt von der Aargauer Regierung beinahe ultimativ das Bevölkerungswachstum zu drosseln.

Die SVP stört sich daran, dass die Gemeinden weniger zu sagen haben als vorher, dass der Kanton ihnen zu viel vorschreibe. Und sie fragt, wieso in diesem überarbeiteten Richtplan eigentlich keine Schwerpunkte Industrie und Gewerbe zu finden sind.

Das Fricktal soll wachsen

Die Regierung hat im Entwurf konkrete Siedlungsgebiete festgelegt. So sollen beispielsweise im Wynental und im Seetal Siedlungsgebiete eher verkleinert werden, im Fricktal hingegen sollen sie wachsen. In der Vernehmlassung haben sie die Parteien und Verbände nicht zu diesen konkreten Punkte nicht geäussert. Sie alle stellten lediglich fest, dass man der Zersiedelung Einhalt gebieten müsse.

Das neue Raumplanungsgesetz kommt voraussichtlich Mitte 2015 in den Grossen Rat. Ausgelöst hat diese Anpassung das neue Raumplanungsgesetz des Bundes, welches verlangt, dass in der ganzen Schweiz sorgfältiger mit dem Boden umgegangen wird.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Wohnblöcke vor die grossen Villen der Reichsten setzen -dort ist noch genügend gute Infrastruktur vorliegend - sie profitieren doch am meisten vom Wachstum der CH - nicht der Büezer und Hauptsteuerzahler .
    1. Antwort von M.Meier , Bern
      Sehr guter Vorschlag!
  • Kommentar von G. Niedermann , Zürich
    Die Konjunkturflaute kommt bestimmt, die Wirtschaft lahmt schon, ev. sogar ein 3. Weltkrieg, es wird viele Arbeitslose geben, diesmal wird die Schweiz nicht unversehrt davonkommen. Warum solch gigantische Planungen? Warum nicht jetzt schon zurückschrauben, ein Weg suchen, ohne solche Wachstumspläne? Dieser Politik fehlt die Weitsicht!
  • Kommentar von A. Zimmermann , Zürich
    "Wo hat es Platz für 200‘000 zusätzliche Einwohner?" Die können doch alle in die von linken Städten regierten SP, Grüne und CVP gehen: Die dortige linke Sozialindustrie wartet doch schon um dann den Staat und die CH-Steuerzahler abzuzocken.
    1. Antwort von H. Frühling , Bern / Zürich
      Sicher können die Städte wachsen! In ländlichen Gegenden kann man dafür Land auszonen, diese Gemeinden müssen nicht weiter wachsen. Genau was die SP vorschlägt. Dann fällt auch die Kritik der SVP dahin, denn zum kleier werden (auszonen) benötigen die ländlichen Gemeinden keine Kompetenzen; sie müssen nur die Auszonungen durchführen.