Wohlen: 1,6 Millionen Franken für einen künstlichen Rasen

Im Wohler Fussballstadion Niedermatten kann ein Kunstrasen verlegt werden. Der Einwohnerrat hat dem Geschäft zugestimmt – nach einer hitzigen Debatte.

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Bildlegende: Der FC Wohlen spielt in der Challenge League. Er trainiert am meisten auf dem Spielfeld. Keystone

Der geplante Kunstrasen für das Stadion Niedermatten hat den Wohler Einwohnerrat bewegt. Nach einer längeren Debatte hat er sich am Montagabend schliesslich dafür ausgesprochen. Das Thema gab vor alles aus einem Grund zu reden.

Es geht um viel Geld für eine Gemeinde wie Wohlen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet ist: Gut 1,6 Millionen Franken kostet der Kunstrasen für das Fussballstadion. Die Einwohnerräte haben sich die Entscheidung deshalb nicht leicht gemacht.

Bei den Argumenten fanden Gegner und Befürworter keinen gemeinsamen Nenner. Ist der Kunstrasen teurer oder günstiger als Naturrasen? Welche Variante verursacht mehr Aufwand? Es gab keine eindeutigen Antworten auf diese Fragen.

Wollen wir den FC Wohlen unterstützen?

Der Rasen an und für sich bot Anlass zu grösseren Fragestellungen. Wollen wir den Challenge League-Verein FC Wohlen mit 1,6 Millionen Franken unterstützen? Schliesslich nutzt praktisch nur der FC das Stadion.

Für die Befürworter des Kunstrasens war die Antwort klar: «Ja». Schliesslich sei der FC Wohlen für die Gemeinde wichtig – etwa mit seiner Jugendförderung. Dem entgegneten die Kunstrasen-Gegner, dass man keinem anderen Verein eine so grosse Unterstützung gewähre.

Die Gegner verlangten auch, dass der FC Wohlen mehr an den Kunstrasen bezahlt. Nämlich 100‘000 Franken statt nur 41‘000 Franken. Der entsprechende Antrag wurde jedoch von einer Mehrheit des Rates abgelehnt. Man könne den FC Wohlen nicht noch stärker finanziell belasten.

Der Kunstrasen habe einen grossen Vorteil gegenüber dem Naturrasen. Er erlaube es öfter und das ganze Jahr hindurch zu trainieren, so die Argumente der Kunstrasen-Befürworter. Sie setzten sich am Schluss durch. Der Kredit von 1,6 Millionen Franken wurde angenommen. Mit einer relativ deutlichen Mehrheit von 22 zu 13 Stimmen.