Zehnder aus Gränichen baut neue Fabrik für Badheizungen in Türkei

Der Heizungs- und Lüftungshersteller Zehnder baut in der Türkei eine neue Fabrik, in der Badheizungen hergestellt werden sollen. Für das Grundstück sowie den Bau und die Ausrüstung der Fabrik investiert Zehnder rund 20 Millionen Euro.

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Zehnder: Wenig Gewinn im 2015

Dem Unternehmen aus Gränichen AG bleibt 2015 unter dem Strich noch ein Reingewinn von 0,3 Millionen Euro. Im Vorjahr schrieb Zehnder noch einen Reingewinn von 26 Millionen Euro.

Zehnder ist seit über zehn Jahren in der Türkei präsent. In der Stadt Manisa, rund 30 Kilometer nordöstlich von Izmir, produziert das Unternehmen heute in einem gemieteten Gebäude Badheizkörper im untersten Preissegment. Dieser Standort soll aufgegeben werden, sobald die neue Fabrik erstellt ist. Sie wird ebenfalls in Manisa gebaut. 2018 solle sie den Betrieb aufnehmen, teilte Zehnder am Montag mit.

René Grieder, Finanzchef der Zehnder begründet den Bau der neuen Fabrik gegenüber Radio SRF mit der «stark wachsenden Nachfrage nach preisgünstigen Badheizkörpern». Mit der neuen Fabrik solle die heutige Jahresproduktion längerfristig verdoppelt werden können.

Badetuch an Heizkörper Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zehnder produziert unter anderem Designheizkörper für Badezimmer. Colourbox

Mit der neuen Fabrik will Zehnder international wettbewerbsfähig bleiben. Hauptmärkte für die Badheizkörper aus der Türkei seien in Europa Deutschland, Grossbritannien, Italien und Frankreich. Daneben sei auch die Türkei selbst ein Markt mit grossem Wachstumspotential, erklärt das Aargauer Unternehmen.

Die Heizkörper-Produktion in der Schweiz werde durch die neue Fabrik nicht tangiert, so Grieder. «Wir produzieren in Gränichen und der Türkei zwei ganz unterschiedliche Produkte. In Gränichen liegt der Fokus auf einem neuen Kunststoff-Heizkörper, den wir für England bereits produzieren, und der nun in Deutschland und Frankreich eingeführt wird».