Zofinger «Tierwelt» besteht trotz Internet-Gratisinseraten

Klassiche Zeitungs- und Magazin-Verlage haben über die Jahre Kleininserate verloren. Online-Portale wie Anibis, OLX oder Tutti haben diesen Markt übernommen. Es gibt aber eine Zeitschrift, welche noch immer nach dem alten Muster funktioniert, die «Tierwelt». Gedruckt wird sie im Aargau.

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Bildlegende: Die Tierwelt ist beliebt, das zeigen die Verkaufszahlen. Die Internetkonkurrenz ist trotzdem spürbar, sagt der Verlag. SRF

Mit 70'000 Exemplaren pro Woche liegt die «Tierwelt» über den Leserzahlen einer «Weltwoche», zum Beispiel. Das Magazin besteht zur Hälfte aus redaktionellen Artikeln. Die andere Hälfte wird mit Kleinanzeigen gefüllt. Gegründet wurde das Magazin vor bald 125 Jahren von Schweizer Kleintierzüchtern.

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Bildlegende: Von der Alu-Hundebox bis zu jungen Hundewelpen – Tierfans und Interessierte kommen hier auf ihre Kosten. SRF

Von Hundeinseraten über Yoga-Angebote, den Verkauf eines Obstbautraktors oder Inserate für Einstellhallen ist hier praktisch alles zu finden.

Und hier spüre man den Konkurrenzkampf mit anderen Online-Portalen, sagt Verlagsleiter Roland Oetterli gegenüber Radio SRF. Pro Jahr geht die Anzahl der Kleininserate um 5 bis 6 Prozent zurück.

Die «Tierwelt» hat vor rund sieben Jahren auf den Rückgang reagiert und Geld in die Redaktion investiert. Daraufhin nahm auch die Anzahl der Inserate von Grosskunden zu. Die Rechnung ging für das Zofinger Magazin auf. Hier wolle man noch weiter investieren, heisst es beim Magazin weiter.

«  Die Tierwelt hat sich vom Fachmagazin für Kleintierzüchter zum Magazin für Tierliebhaber entwickelt.  »

Simon Koechlin
Chefredaktor

Anstatt über Hasen und Vögel, berichtet die Tierwelt seit ihrem Relaunch auch über Katzen, Hunde, Affen und Tiger. So spricht die Tierwelt eine viel breitere Leserschaft an und kann so auch Ihre Auflage halten.

Die Verlagsleitung rechnet damit, dass die Tierwelt so auch weiterhin lange bestehen kann. Die bestehenden Leserzahlen sollen also gehalten werden.

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