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Legende: Audio Ein Umbau der Baselstrasse in Solothurn soll solche Unfälle künftig verhindern abspielen. Laufzeit 03:02 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 20.06.2019.
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Zweites Gleis für Regionalbahn Das Bipperlisi soll weniger Autos rammen

Es kommt immer wieder vor, mehrmals pro Jahr: Das Bipperlisi – die Regionalbahn zwischen Solothurn und Langenthal – rammt ein Auto. Die meisten Unfälle geschehen in der Stadt Solothurn, wo das «Bipperlisi» wie ein Tram auf der Strasse fährt.

Nun soll dieser Streckenabschnitt sicherer werden. Der Kanton Solothurn und die Bahngesellschaft Aare-Seeland-Mobil (ASM) wollen die Baselstrasse in Solothurn komplett umbauen. Bis zum 16. August kann die Bevölkerung ihre Meinung dazu kundtun.

Es gehe nicht nur darum, die Sicherheit zu erhöhen, sagt Projektleiter Patrick Kissling: «Die Strasse ist in einem himmellausigen Zustand, der Belag bröckelt. Zudem sind die Geleise sanierungsbedürftig. Das ist für uns der Auslöser für die Sanierung.»

Visualisierung
Legende: Künftig soll es auf jeder Strassenseite ein Gleis für das Bipperlisi geben (Visualisierung). zvg , Link öffnet in einem neuen Fenster

Das soll neu werden:

  • Zweites Gleis und Richtungstrennung für das Bipperlisi: Heute fährt die Bahn nur auf einer Strassenseite. «Bei Einmündungen muss der Autofahrer nicht nur wie gewohnt nach links schauen, sondern sich immer auch nach rechts versichern, ob die Bahn von der falschen Seite kommt. Das führt zu gefährlichen Situationen und Kollisionen», erklärt Heinrich Matter von der ASM. Künftig soll die Bahn immer auf der gleichen Spur wie die Autos in die gleiche Richtung fahren.
  • Ampeln für die engen Ausfahrten: Es gibt mehrere Seitensträsschen, die in die Baselstrasse einmünden. Die Sicht ist zum Teil schlecht. Nun soll es Ampeln geben, die immer auf rot schalten, wenn das Bipperlisi vorbeifährt.
  • Umbau Baseltor-Kreisel: Der Kreisel ist ein Unfallschwerpunkt. Die Autos fahren zweispurig auf den Kreisel zu, haben im Kreisel aber wenig Platz und schneiden sich dann gegenseitig den Weg ab. Künftig sollen die Spuren klar aufgezeichnet werden.
  • Mehr Platz für Velo- und Fussverkehr: Die Baselstrasse soll auf beiden Seiten einen Velostreifen und ein Trottoir erhalten.

Die genauen Kosten für die Sanierung sind noch nicht klar. Eine grobe Schätzung geht von 30 bis 40 Millionen Franken aus. Das Projekt ist Bestandteil des Agglomerationsprogramms Solothurn und wird vom Bund mitfinanziert.

Projektleiter Patrick Kissling möchte 2023 mit dem Umbau der Baselstrasse beginnen. Er rechnet mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren. Wird die Strasse gesperrt, könnte die Bauzeit verkürzt werden, dann müssten aber Auto- und Bahnfahrer grössere Einschränkungen in Kauf nehmen. Wird der Verkehr aufrechterhalten, könnte die Bauzeit länger dauern, dann würde es aber für die Bauarbeiter eine «mühsamere Geschichte», wie Kissling sagt.

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