Protestkundgebung 1500 Personen am Marsch gegen Syngenta in Basel

Die Protestkundgebung war Teil einer internationalen Aktion «March against Monsanto» in zahlreichen Städten. Organisiert wurde die Veranstaltung in Basel von rund 50 Organisationen aus der Schweiz und Süddeutschland. Der Protest richtete sich gegen die Produktion und den Einsatz von Pestiziden und gentechnisch verändertem Saatgut und gegen die Macht der grossen Konzerne wie Monsanto oder Syngenta in der Landwirtschaft.

Am frühen Nachmittag trafen sich etwa 1500 Personen auf dem Barfüsserplatz, unter ihnen verschiedene Vertreter und Vertreterinnen aus der Politik. Ebenfalls unter den Teilnehmern der Basler Umwelt-Aktivist Martin Vosseler. Bei seiner Wanderung quer durch die USA sei er von einem Flugzeug besprüht worden: «Es war einer der schlimmsten Tage meines Lebens», so Vosseler. Auch habe er Bauern gesehen, die barfuss Syngenta-Pestizide gesprüht hätten, für die man Schutzanzüge tragen müsste: «Dass das aufhört, dafür setze ich mich ein.»

Nach einem ersten Teil mit Volksfest-Charakter zog der Demonstrationszug ins Kleinbasel im Syngenta-Sitz. Auf der Wettsteinbrücke legten sich die Teilnehmenden auf den Boden zum Gedenken an Opfer von Pestiziden. Vor dem Syngenta-Hauptsitz sprach die Umweltwissenschaftlerin Fern Rosenstiel aus Hawaii. Sie kritisierte den Einsatz giftiger Pestizide durch Syngenta auf Testfeldern in Hawaii. Die bewilligte Demonstration verlief ohne Zwischenfälle.