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18 Prozent des Einkommens Krankenkassen-Prämien belasten Baselbieter besonders stark

Der Entwurf einer Studie des Bundes zeigt, dass die Prämienlast für Haushalte im Baselbiet am höchsten ist, höher als in Basel-Stadt.

Für viele Haushalte sind die Krankenkassenprämien in den letzten Jahren zu einem der grössten Kostenfaktoren geworden - teilweise ist die Belastung durch Prämien sogar höher als die Steuerbelastung. Nun kommt eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zum Schluss, dass die Belastung in den beiden Basel besonders hoch ist. Überraschend ist dies nicht, denn Basel-Stadt hat bereits die höchsten Prämien.

Bei der Prämienlast pro Haushalt ist jedoch nicht Basel-Stadt Spitzenreiter, sondern Baselland zusammen mit dem Kanton Jura. Dies zeigt das «Monitoring 2017» des BAG, das noch nicht veröffentlicht ist, jedoch dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF und der «Basellandschaftlichen Zeitung» im Entwurf vorliegt.

Baselbieterinnen und Baselbieter zahlen demnach 18 Prozent des verfügbaren Einkommens an die obligatorische Krankenkasse, in Basel-Stadt sind es 16 Prozent. Der Schnitt aller Kantone liegt bei 14 Prozent. Und: Baselland belegt auch noch einen weiteren Spitzenplatz. In keinem anderen Kanton ist die Prämienlast in den letzten Jahren so stark gestiegen, wie im Baselbiet.

Anton Lauber relativiert

Der Baselbieter Finanzdirektor Anton Lauber zeigt sich von den Resultaten der Studie nicht überrascht, er sagt aber auch, sie seien nur beschränkt aussagekräftig. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen seien gering. Zudem stellt er die Methodik in Frage: In der Studie würden die Prämien verglichen für Haushalte, die die tiefste Franchise mit Unfalldeckung gewählt hätten. Im Baselbiet seien bloss 20 Prozent der Erwachsenen so versichert.

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