70 Prozent der oberrheinischen Grenzgänger pendeln in die Schweiz

95‘000 Grenzgänger pendelten im Jahr 2012 zwischen der Schweiz, dem Elsass, Baden und der Südpfalz hin und her. Dies hat eine Expertengruppe im Rahmen der Oberrheinkonferenz festgestellt.

Autokolonne am Autobahnzoll Weil a.R. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Attraktiver Lohn als Motivation: Der Andrang der deutschen Arbeitspendler an der Grenze ist gross. Juri Weiss

Rund zwei Drittel davon pendeln aus dem Elsass oder Südbaden Richtung Nordwestschweiz. In die umgekehrte Richtung pendelten nur ein paar Hundert in den Norden.

Als Hauptgrund nennt das Statistische Amt Basel-Stadt im Dossier «Wirtschaft und Arbeit» das höhere Lohnniveau sowie das breitere Angebot an Jobs, das die Region Basel für Berufspendler besonders attraktiv mache.

Auffällig ist auch die Verteilung der Pendler nach Berufsgruppen. Weitaus am meisten Pendler, nämlich gut ein Drittel, werden als Hilfsarbeitskräfte bezeichnet. Technische und akademische Berufe sind dagegen mit 14% und 13% deutlich schwächer vertreten. Dies habe zum einen mit dem wirtschaftlichen Zentrum Basel zu tun, das einen hohen Anteil an Beschäftigten im Dienstleistungssektor beansprucht. Ein anderer möglicher Grund für den starken Zulauf an wenig qualifizierten Arbeitskräften könnte aber auch am EU-Binnenmarkt liegen. Dank der bilateralen Verträge sei es gerade für wenig qualifizierte Arbeitskräfte aus Frankreich oder Deutschland besonders attraktiv, in der Schweiz zu arbeiten, wo die Löhne hoch sind.