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Thomas Hinz freut sich, am Montag statt im Pullover wieder im Hemd in seinen Coiffeursalon zu kommen.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 21.04.2020.
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Ab Montag heisst's wieder Achtung, fertig, Haareschneiden, bitte

Die Coiffeurbranche bereitet sich auf die Wiedereröffnung vor. Der Stresspegel ist dabei unterschiedlich hoch.

Abstand zwischen den Stühlen ausmessen, Desinfektionsmittel und Mundschutzmasken besorgen - damit beschäftigen sich im Moment die meisten Coiffeursalons in der Region Basel. Auch Thomas Hinz vom Salon «Hinz und Kunst» in der Aeschenvorstand. Denn ab Montag geht's rund.

«Am Tag, als die Lockerung des Lockdowns bekannt wurde, erhielten wir 120 Telefonanrufe», erzählt Hinz. Bis in den späten Abend hinein war er mit Telefonieren beschäftigt. Nach der ersten Euphorie hätten es sich aber ein paar Kundinnen und Kunden nochmals anders überlegt.

Thomas Hinz in seinem Coiffeursalon
Legende: Thomas Hinz freut sich, am Montag statt im Pullover wieder im Hemd in seinen Coiffeursalon zu kommen. SRF

Trotzdem habe sein Team ab Montag mehr als genug zu tun. Wirklich Geld in die Kassen komme dann dennoch nicht rein, sagt Hinz. Der Grund: Wegen den Sicherheitsmassnahmen könne er nur halb so viele Kunden gleichzeitig bedienen, als platztechnisch eigentlich möglich wäre. «Jetzt geht es einfach darum, die Kundinnen und Kunden zufriedenzustellen und die Ausfälle im Verlauf des Jahres hoffentlich wieder reinzuholen.»

Auch die Coiffeuse Salomé Luisier konnte sich am letzten Donnerstag vor lauter Whatsapp- und SMS-Nachrichten kaum retten. Sie ist Inhaberin des kleinen Quartiersalons «HaarScharf» in der Nähe des Burgfelderplatzes. Erst einmal rief sie aber jene Kunden an, deren Termine in den letzten Wochen ausgefallen sind. Ausser einer älteren Stammkundin, die bald eine Operation habe, wollten alle so bald wie möglich wiederkommen, sagt Luisier.

Salomé Luisier vor ihrem Coiffeursalon
Legende: Praktisch alle Stammkunden von Salomé Luisier wollen ab Montag wieder kommen. SRF

Um ihre Sicherheit mache sie sich keine Sorgen. Dennoch blickt die 52-Jährige mit gemischten Gefühlen auf Montag. «Der riesige Berg Arbeit ist schon nicht ohne», sagt Luisier und lacht aber sogleich. Mehr finanzielle Sicherheit zu haben, sei aber auch sehr schön.

Schon jetzt in Arbeit versinkt hingegen die Firma Marwell aus Münchenstein. Der Familienbetrieb beliefert Coiffeursalons in der ganzen Schweiz mit Arbeitsmaterial. Seit Tagen laufen die Telefone heisst, sagt Jean-Luc Martin. Statt Föhn, Schere und Shampoo bestellen die Leute Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel.

Kampf um Masken und Handschuhe

Die zu besorgen sei gar nicht einfach, jetzt, da die ganze Welt dasselbe wolle. «Wer jetzt nicht gut aufpasst, zahlt schnell mal Wucherpreise für solche Sicherheitsartikel», sagt Martin. Da komme ihm zugute, dass er über ein grosses Kontaktnetz verfüge.

Er selber verkauft das Sicherheitsmaterial zum gleichen Preis weiter wie er einkauft. Schliesslich handle es sich nicht um sein Kerngeschäft, Gewinn machen könne er immer noch später. Jetzt sei für ihn das Wichtigste, dass seine Kunden - die Coiffeursalons - wieder arbeiten können.

Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr;

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