Abramovic-Pavillon in Basel verspricht zuviel

Das Museum Tinguely in Basel hat die Ausstellung «METAMATIC Reloaded» zusammengestellt. International bekannte Künstler und Künstlerinnen haben sich mit den «Méta-Matics»-Werken von Jean Tinguely auseinandergesetzt und neu interpretiert. Nicht alles ist gelungen.

Blick in die neueste Ausstellung des Tinguely-Museums mit vier kleinen Holztischen mit je einem Ausstellungsexponat Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Raum in der Ausstellung Metamatic Reloaded zVg Tinguely Museum, Foto: Dusan Reljin

Vor allem der Performance-Pavillon von Marina Abramovic ist für die SRF2-Kunstkritikerin Ellinor Landmann eine leichte Enttäuschung. «Das Werk ist nur ein fader Vorgeschmack auf das neue Kunstinstitut, das Abramovic bei sich zuhause in den USA einrichten will», sagt Landmann. Die Zuschauerinnen würden «durch Kunst überhöhte Yoga-Übungen ausführen», fasst sie spitz zusammen.

Marina Abramovics Beitrag ist eine Installation aus sieben miteinander verbundenen Zeltpavillons im Park vor dem Museum, in der Besucher und Besucherinnen zur Performance angeleitet werden. Wer sich dem unterziehen will, muss sich allerdings online für einen Termin anmelden und sich dann zwei Stunden Zeit nehmen.

«METAMATIC Reloaded»

Bei der Ausstellung «METAMATIC Reloaded» mit dabei sind nebst Marina Abramovic auch Ranjit Bhatnagar, John Bock, Olaf Breuning, Thomas Hirschhorn, Aleksandra Hirszfeld, Jon Kessler, Pors & Rao, João Simões und Brigitte Zieger.

Ausgangspunkt des Ausstellungsprojekts waren die «Méta-Matics» von Jean Tinguely; die Zeichenmaschinen seien eine seiner wichtigsten Werkgruppen und Erfindungen, hält das Tinguely-Museum in einer Mitteilung fest. Künstler waren aufgerufen, sich aus heutiger Perspektive mit Thema und Idee von Tinguelys «Méta-Matics» auseinanderzusetzen.