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Basel Baselland Abtretender CVP-Regierungsrat Conti stellt sich seiner Partei

Knapp zehn Tage nach seiner Rücktritts-Ankündigung hat sich der Basler CVP-Regierungsrat Carlo Conti auch der eigenen Partei gestellt - auch hier entschuldigte er sich nochmals für seine Verfehlungen. Seine Parteikollegen reagieren mit Verständnis und Bedauern.

CVP-Regierungsrat Carlo Conti spricht in ein Stand-Mikrophon
Legende: Worte des Bedauerns auch vor den eigenen Leuten: CVP-Regierungsrat Carlo Conti an der Parteiversammlung in Riehen. SRF

Es war wohl keine normale Parteiversammlung, auch wenn die Traktanden ordnungsgemäss abgewickelt wurden: An der Versammlung der CVP in Riehen vom Donnerstagabend wurden die Parolen für die Abstimmungen vom 9. Februar gefasst. Stärker beschäftigte die Parteimitglieder aber nach der offiziellen Versammlung der angekündigte Rücktritt des eigenen Regierungsrats Carlo Conti.

«Übervater» bittet um Entschuldigung

Conti scheint trotz seiner Verfehlungen und dem angekündigten Rücktritt seinen Status innerhalb der Partei nicht verloren zu haben. Kaum jemand kritisierte Conti auch nur ansatzweise und manch einer begann seine Aussage während der Diskussion zur Parolenfassung mit den Worten «liebe Parteifreunde, lieber Carlo». Conti selbst schüttelte jedem der anwesenden Parteimitglieder vor Beginn der Versammlung die Hand.

Auch vor diesem Gremium entschuldigte sich der abtretende Magistrat nochmals für die Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit Vergütungen und Spesen. Und eine inoffizielle Umfrage nach der Versammlung zeigte auch, dass die Affäre Conti die Partei und seine Mitglieder immer noch beschäftigt.

Die Umfrage zeigte aber auch: Grossrat und Parteipräsident Lukas Engelberger ist Kronfavorit, wenn es um die Nachfolge des Gesundheitsdirektors geht. Engelberger selbst hielt sich erwartungsgemäss gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF bezüglich seiner Kandidatur noch zurück: «Ich gehe erst einmal in die Ferien, werde aber bis Ende Monat mich zu einer möglichen Kandidatur äussern».

Parolen für die nächsten Abstimmungen wurden auch noch gefasst an dem Abend. Die rund 60 anwesenden Mitglieder sagten unter anderem deutlich Nein zu Geschlechterquoten in staatsnahen Verwaltungsräten.

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