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Ärgernis Absenzen Freiwillig mit gebrochenem Finger ins Turnen

Der Landrat will lange Turn-Dispensen wegen Bagatellen verhindern. Für eine Vorschrift fehlt aber die Rechtsgrundlage.

Das Anliegen des Grünen Klaus Kirchmayr stiess im ganzen Landrat auf Sympathie. Kirchmeyer verlangte die Einführung einer sogenannten Aktiv-Lizenz. Demnach müssten Schüler und Schülerinnen auch mit einer kleinen Verletzung im Rahmen ihrer Möglichkeiten am Turnunterricht teilnehmen. Es sei doch schade, dass Schüler wochenlang nur wegen einer kleinen Verletzung wochenlang gänzlich vom Turnunterricht dispensiert würden, kritisierte Kirchmeyer.

Freiwilligkeit statt Gesetz

Trotz der flächendeckenden Zustimmung wollte der Landrat jedoch das Anliegen nicht in ein Gesetz verpacken - oder besser: er konnte nicht. «Wir haben keine Rechtsgrundlage, um das umzusetzen», stellte SVP-Landrat Paul Wenger fest. Der Landrat will deshalb auf die Karte Freiwilligkeit setzen. An den Gymnasien Liestal und Oberwil läuft ein Pilotversuch mit einer Aktivdispens und einem Spezialprogramm für Schüler mit einer Verletzung. Die Erfahrungen seien positiv, sagte die Grüne Florence Brenzikofer: «Das Wichtigste ist, dass die Absenzen zurück gehen, und genau diese Erfahrungen macht das Gym Oberwil.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Tom Osterhagen (TommyO)
    Der Vorschlag ist eine Frechheit. Man stelle sich vor, Arbeitgeber würden so mit Arztzeugnissen umgehen und die Angestellten je nach eigener Einschätzung halt da statt dort noch beschäftigen. Wenn ein Arzt sagt, nix mit Turnen, dann soll sich gefälligst die Schule auch daran halten. Und die Politiker sollen sich da bitte raushalten - geht sie schlicht nix an.
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