Alkoholverbot in Basler Jugendzentren fällt

Die Jugendlichen sollen besser begleitet von Fachleuten erste Erfahrungen mit Alkohol machen, anstatt sich heimlich zu betrinken. Das fand am Mittwoch eine grosse Mehrheit des Grossen Rats.

Zwei Jugendliche trinken Cocktails Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wenn Jugendliche Alkohol trinken, müssen sie sich nicht unbedingt be-trinken. Colourbox

Die Diskussion um das Alkoholverbot in Jugendzentren hatte der SP-Grossrat und ehemalige Fan-Arbeiter Thomas Gander lanciert. Das Alkoholverbot in Jugendzentren sei veraltet und aus pädagogischer Sicht nicht sinnvoll, so Gander. Es sei besser, wenn die Jugendlichen nicht heimlich trinken würden.

Otto Schmid von der SP fügte an, es gehe auch darum, dass Jugendliche einen «gesunden Umgang mit Alkohol erlernen» könnten. Werde Alkohol verboten und verteufelt, fördere dies die Anonymität, was letztlich auch zu Trinkexzessen führen könne.

Ganz anders die Sichtweise von SVP-Grossrat Bruno Jagher. «Es ist mir unverständlich, warum Jugendliche auf Biegen und Brechen zum Alkohol geführt werden sollen», sagte er. Damit überzeugte Jagher das Parlament aber nicht. Dieses überwies die Motion von Thomas Gander am Mittwoch mit 68 gegen 19 Stimmen zur Stellungnahme an die Regierung.